zur Navigation springen

Handball : Empor zum Liefern verpflichtet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Allerdings gibt es auch vor der heutigen Begegnung der 2. Handball-Bundesliga beim TV Emsdetten Personalprobleme

von
erstellt am 27.Feb.2016 | 05:00 Uhr

30 Punkte sind in der 2. Handball-Bundesliga 2015/16 noch zu vergeben. Der auf einem Abstiegsrang stehende HC Empor Rostock ist heute ab 19 Uhr beim TV Emsdetten zum Liefern geradezu verpflichtet, soll der Rückstand zum rettenden Ufer nicht noch weiter anwachsen. Die personellen Voraussetzungen für einen Coup beim Neunten haben aber einen schweren Dämpfer bekommen. Zwar hat René Gruszka nach seinem Virusinfekt Mitte der Woche den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen, doch nun „schwächeln“ in dieser Hinsicht Vyron Papadopoulos sowie die Torhüter Jan Kominek und Tobias Malitz. Sie waren bis gestern krankgeschrieben. „Unsere Mannschaftsärztin entscheidet, ob das Trio zum Einsatz kommen kann oder nicht. Zudem wird Kenji Hövels in Folge seiner Ellenbogenverletzung noch nicht zur Verfügung stehen“, bedauert Coach
Aaron Ziercke. Mit Robert Barten (Schulter) kann er ohnehin bis zum Saisonende nicht mehr planen.

Beide Vertretungen stehen in der Emshalle vor einem Jubiläumsspiel: Der TVE und der HCE treffen seit 1993 zum 40. Mal aufeinander. Von bisher 19 Auswärtspartien konnten die Hansestädter lediglich vier für sich entscheiden. Der letzte Empor-Erfolg (23:20 im November 2006) liegt fast zehn Jahre zurück.

Die Bilanz zeigt die Schwere der Aufgabe. Es gibt Mannschaften, gegen die sich die Rostocker meistens mehr als schwertun. Den Münsterländern geht es anscheinend aber ebenso. Sie verweisen in dieser Hinsicht beispielsweise auf ihre letzten Kontrahenten Springe (22:22) und Hagen (24:44), denen sie im Kampf um den Klassenerhalt auf die Sprünge halfen.

„Für uns wird es in erster Linie darauf ankommen, mit einer aggressiven Defensive den starken Rückraum des Gegners nicht ins Laufen kommen zu lassen“, sagt Florian Zemlin nicht zuletzt mit der Erinnerung an das mit 20:23 verlorene Hinspiel. Da warf unter der Regie von Merten Krings der inzwischen nach Erlangen gewechselte Tobias Rivesjö den Blau-Gelben von der Ostsee mit neun Toren die „Bude“ voll. Doch auch ohne den Schweden ist Emsdetten mit Jasper Adams (100 Saisontore) im linken sowie dem Isländer Ernir Hrafn Arnarson (99) im rechten Rückraum bestens bestückt.

Aaron Ziercke weist auf ein weiteres Erfordernis hin: „Im Angriffsabschluss muss die Effektivität erhöht werden. Es geht einfach nicht, vier Siebenmeter und weitere hundertprozentige Chancen zu vergeben.“ Wenn sich Empor da heute nicht steigert, würde dies auch einer weiteren Stärke des Gegners – dem Tempogegenstoß – in die Hände spielen.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen