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2. Handball-Bundesliga : Empor wirft Angel nach Hünen aus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker bieten dem slowakischen Nationalspieler Patrik Hruscak einen Vertrag an

2,06 m groß, 113 Kilo schwer, Linkshänder: Patrik Hruscak vom slowakischen Erstligisten HK Topolcany. Enorme Sprungkraft und eine linke „Klebe“ zeichnen den 25-jährigen Slowaken aus. Die stellte er am vorigen Wochenende mit sieben Treffern im dritten Play-off-Finale (30:37) gegen den neuen Meister HT Tatran Presov unter Beweis, überzeugte auch am Donnerstag im Probetraining bei Handball-Zweitligist HC Empor.

„Patrik hatte ich hinsichtlich seiner Entwicklung ein wenig aus den Augen verloren. Ihn zeichnen Stärken aus, er besitzt aber auch noch Schwächen. Diese sind aber mit viel individuellem Training abstellbar“, sagt HCE-Coach Dr. Rastislav Trtik.

Auch Geschäftsführer Jens Gienapp schaute sich den früheren Torschützenkönig der ungarischen Extraliga (252 Treffer für Kecskemeti KSE in der Saison 2012/13) gezielt an und sagte danach: „Ich habe ,Rasti’ (Rastislav Trtik – d. Red.) grünes Licht gegeben. Wir werden Patrik Hruscak ein Vertragsangebot unterbreiten.“

Der Nationalspieler spricht Deutsch. Bereits mit 19 Jahren heuerte er bei den Rhein-Neckar Löwen an, wurde nach einem Trainerwechsel an den TV Emsdetten ausgeliehen. René Gruszka, Florian Zemlin und Kapitän Jens Dethloff vom HCE konnten sich 2008 beim 29:40 gegen den TVE von den Qualitäten des baumlangen Shooters ein Bild machen: „Wenn der hochsteigt…“

TuSEM Essen war in der 1. Bundesliga nächster Verein des Slowaken, der erneut von den Löwen ausgeliehen wurde. Nach dem Abstieg erklärte Vater John – in Kosice Trainer – die Zeit seines Filius in Deutschland erst einmal für beendet: „Der Schul-Abschluss hat Vorrang.“

Weiteren Lehrjahren beim ungarischen Erstligisten Kecskemeti KSE (2009 bis 2013) folgten die Stationen HT Tatran Presov, Al-Sadd (ein Monats-Gastspiel in Katar) und zuletzt HK Topolcany. „Dort stieg Patrik erst im Februar ein. Durch sein Mitwirken festigte sich die Mannschaft, beendete die reguläre Saison auf Platz drei und qualifizierte sich über die Play-offs für das Finale“, berichtet Trtik.

Die sportliche Entwicklung des Hünen in Topolcany führte dazu, dass auch der deutsche Handball wieder auf ihn aufmerksam wurde. Im Fall eines Aufstiegs des SC DHfK Leipzig in die 1. Bundesliga wäre er dort gelandet. „Nun hoffe ich, dass ich in Rostock Trainer und Manager überzeugt habe“, sagt Patrik Hruscak.

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