2. Handball-Bundesliga : Empor will in die Erfolgsspur zurück

Voller Einsatz ist gefragt, will Jens Dethloff mit dem HC Empor den sechsten Heimsieg der Saison einfahren.
Voller Einsatz ist gefragt, will Jens Dethloff mit dem HC Empor den sechsten Heimsieg der Saison einfahren.

Rostocker treffen heute ab 19.30 Uhr in der ausverkauften Ospa-Arena auf Neuling TSV Altenholz.

svz.de von
10. Dezember 2013, 21:01 Uhr

Handball-Zweitligist HC Empor Rostock will heute Abend ab 19.30 Uhr auf eigenem Parkett in der restlos ausverkauften Ospa-Arena gegen den TSV Altenholz in die Erfolgsspur zurück. In den vergangenen drei Heimspielen gegen die HG Saarlouis (32:35), den TV Bittenfeld (30:30) und den HC Erlangen (24:24) hatten die Schützlinge von Trainer Dr. Rastislav Trtik vier Punkte abgeben müssen.

Rostock und Altenholz stehen sich zum 31. Mal gegenüber. In der Hansestadt konnten die Gäste lediglich im Januar 2001 triumphieren, damals mit 25:23. „Sicher sind wir der Favorit, doch in der ausgeglichenen Liga kann jeder jeden schlagen. Gegen das junge Team müssen wir sehr konzentriert zur Sache gehen, von Beginn die Partie bestimmen“, sagt HCE-Kapitän Jens Dethloff.

Zwar hat der Neuling in dieser Serie auswärts bislang noch nichts gerissen, doch in Saarlouis und Großwallstadt nur mit einem Tor verloren. „Meine mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren sehr junge Mannschaft zahlte wegen Unerfahrenheit viel Lehrgeld. Aber vielleicht gelingt es uns ja in Rostock, den Schalter umzulegen“, erklärte Gäste-Coach Klaus-Dieter Petersen. Der 45-jährige ehemalige Abwehrspezialist wurde in seiner aktiven Karriere unter anderem mit Gummersbach sowie dem THW Kiel neunmal Deutscher Meister. Zudem ist er mit 340 Einsätzen für die deutsche Nationalmannschaft hinter Empor-Legende Frank-Michael „Potti“ Wahl (344) die Nummer zwei.

Für den HCE ist die vom 18. Spieltag vorgezogene Partie gegen die „Wölfe“ das zweite von vier Spielen innerhalb von nur 13 Tagen. Die Auftritte gegen Erstliga-Absteiger TV 05/07 Hüttenberg (Sonntag) sowie vor der Winterpause am 18. Dezember bei Spitzenreiter BBM Bietigheim werden den gesundheitlich und konditionell auf dem Zahnfleisch kriechenden Männern von der Ostseeküste letzte Reserven abverlangen. „Ich hoffe, dass meine Mannschaft trotz diverser Handicaps Gas geben kann. Nach dem 26:42 von Essen schuldet sie mir etwas“, sagt Dr. Trtik.

Ein Selbstgänger wird das Duell allerdings nicht. Altenholz – immerhin Kooperationspartner des THW Kiel – ist nur so bestückt mit talentierten Nachwuchskräften des Deutschen Rekordmeisters und -pokalsiegers. Der TSV spielt einen schnellen Ball und verfügt über eine stabile sowie aggressive Defensive. „Unsere Abwehr war bisher das Prunkstück“, bestätigt auch Petersen. Altenholz agiert sehr offensiv, sodass es über 60 Minuten auf beiden Seiten mit auf frühzeitiges Zerstören ausgerichteten Systemen voll zur Sache gehen wird. Die Einheimischen können im Ostsee-Derby auf den kompletten Kader zurückgreifen. Auch Florian Zemlin (muskuläre Probleme) und der unter Achillessehnenbeschwerden leidende Roman Becvar werden auflaufen können. Rastislav Trtik hofft, „dass Tom Wetzel weitere Comeback-Fortschritte gegen seinen alten Verein unter Beweis stellen und Oliver Milde (von den Füchsen Berlin ausgeliehen – d. Red.) sein wahres Leistungsvermögen abrufen kann“.

Der Faden des angehenden Abiturienten, der nur einmal in der Woche mit dem HCE trainiert oder auch erst direkt zu den Spielen anreist, war zuletzt ein wenig gerissen. Dies kam sicherlich auch durch seinen Einsatz auf der „falschen“ Seite im rechten Rückraum.

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