2. Handball-Bundesliga : Empor vor einem heißen Tanz

Kenji Hövels kommt morgen in Coburg beim HC Empor dafür in Frage, die verletzten Roman Becvar und Nemanja Mladenovic auf der Position des Regisseurs zu vertreten.  Fotos: Georg Scharnweber
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Kenji Hövels kommt morgen in Coburg beim HC Empor dafür in Frage, die verletzten Roman Becvar und Nemanja Mladenovic auf der Position des Regisseurs zu vertreten. Fotos: Georg Scharnweber

Am Sonntag vor 3000 handballverrückten Fans beim HSC 2000 Coburg

„Der HC Empor wird sich auf einen heißen Tanz einstellen müssen. Ganz Oberfranken ist handballverrückt. Wir erwarten 3000 Zuschauer, die zwei Punkte sehen wollen“, sagt Thomas Apfel vom Vorstand des HSC 2000 Coburg, am Sonntag um 17 Uhr Kontrahent der Rostocker im Spiel der 2. Handball-Bundesliga in der HUK-Coburg Arena.

Der Aufsteiger sowie die DJK Rimpar Wölfe sind nach elf Spieltagen so etwas wie die Teams der Stunde. Letztere mischen punktgleich mit dem SC DHfK Leipzig die Liga auf. Die Oberfranken aus Coburg sind als Siebenter mehr als nur auf dem besten Weg, um das eigentliche Ziel Klassenerhalt zu erreichen.

„Das wird eine sehr schwer zu knackende Nuss“, sagt Empor-Coach Aaron Ziercke über die morgige Aufgabe.

Sein Kollege Jan Gorr vom HSC 2000 setzt auf aggressive Verteidigung mit einem bisher überragenden Oliver Krechel im Tor. Bei Ballgewinn geht bei den Coburgern speziell über den pfeilschnellen Rechtsaußen Florian Billek die Post nach vorn ab. Der ist nicht umsonst mit 67 Toren bester Werfer seines Vereins, denn er versteht sein Handwerk auch im 1:1-Verhalten und Positionsspiel.

Im Forderungskatalog der Gäste steht in Anbetracht dieser Erkenntnisse laut Ziercke „das Vermeiden von technischen Fehlern. Zuletzt beim 24:31 in Leipzig und in der ersten Halbzeit des 27:23 gegen Aue waren es noch weit zuviel.“ Mit Blick auf Billek muss sich auch die linke Deckungsseite stabilisieren. Bis zu seinem Ausscheiden kurz
nach dem Wechsel waren dem Auer Slowaken Jan Faith hier sechs Treffer gelungen.

Die Rostocker gehen mit erheblichen personellen Problemen in die Partie. Während auf der Torhüterposition Paul Porath und Tobias Malitz durch gute Leistungen das Fehlen von Jan Kominek (Comeback nach Fingerbruch voraussichtlich erst Sonntag in einer Woche gegen Emsdetten) kompensierten, sieht es im Rückraum anders aus. Nach dem Mittelhandbruch von Roman Becvar und der Sprunggelenks-Bänderverletzung bei Nemanja Mladenovic wird ein neuer Regisseur gesucht. Kandidaten dafür sind Kenji Hövels und Florian Zemlin. Für beide gilt: Senkung der Fehlerquote, zudem neben den Aufgaben eines Spiritus Rector eigene Torgefahr entwickeln. Der HCE kann sich in Coburg nicht allein auf die Qualitäten von Tom Wetzel verlassen. Auch Patrik Hruscak muss mehr Dynamik einbringen.

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