2. Handball-Bundesliga : Empor tritt saft- und kraftlos auf

Kenji Hövels (Mi.) sorgte für Lichtblicke im Angriff, dennoch blieb Empor meist blass.
Kenji Hövels (Mi.) sorgte für Lichtblicke im Angriff, dennoch blieb Empor meist blass.

Handball-Zweitligist unterliegt gestern Abend nach schwacher Leistung der HG Saarlouis verdient mit 26:30 (13:15)

von
11. Dezember 2014, 08:36 Uhr

HC Empor, das war nix! Die Handballer unterlagen gestern Abend Angstgegner HG Saarlouis verdient mit 26:30 (13:15) und verpassten nach zuletzt zwei Siegen den angestrebten Sprung ins gesicherte Mittelfeld der 2. Bundesliga. „Wenn wir künftig so auftreten wie heute, gewinnen wir in der Liga kein Spiel“, konnte Rostocks Trainer Aaron Ziercke nach Spielende seine Enttäuschung nicht verbergen.

Zuvor hatten die knapp 1100 Zuschauer in der Stadthalle wahrlich keinen Handball-Leckerbissen erlebt. Darum ging es auch nicht, schließlich gab es gegen einen unbequemen und unorthodox aufspielenden Kontrahenten auch „nur“ zwei Punkte zu gewinnen.

Schon in der Anfangsphase wurde deutlich, dass sich beide Teams spielerisch schwer taten und bei ihren Angriffen teils Tempo, Ideen und Kombinationsfreude vermissen ließen. Während die Gäste meist nur durch Regisseur Merten Krings Gefahr ausstrahlten, musste es auf der anderen Seite wieder einmal Tom Wetzel richten. Empors Rückraum-Akteur hielt sein Team mit beherzten Einzelaktionen im Spiel (3:3, 7:7, 12:11). Auch Kenji Hövels sorgte mal für einen Lichtblick, als er René Gruszka per Kempa sehenswert zum 10:9 in Szene setzte (20.). Ansonsten dominierten die jeweiligen Abwehrreihen im schlichten 6:0-System das Geschehen. Hier hätte den Gastgebern, die vor der Pause in Rückstand gerieten (13:15), eine offensivere Variante wohl gut getan.

Auch im zweiten Abschnitt blieb es beim verkrampften Auftritt der Rostocker. Zwar brachte Keeper Jan Kominek, der für den bis dahin glücklosen Paul Porath zwischen die Pfosten rückte, Empor mit einigen Paraden zurück. Doch die daraus resultierenden Ballgewinne konnten die Hansestädter nicht nutzen. Sie vergaben reihenweise beste Chancen. „Krönung“ war die Aktion von Papadopoulos und Gruszka, die in freier Position einen Kempa-Trick vergeigten. Statt 20:20 stand es wenig später 19:22 – Ziercke kochte (41.). Seine harschen Worte in der Auszeit blieben ohne Wirkung. Empor agierte zunehmend konfus und unorganisiert. Hinzu kam, dass die schwachen Berliner Schiedsrichter die teils überharte Gangart der Gäste nicht rigoroser unterbanden. Für das letzte Aufbäumen sorgte Papadopoulos, der mit zwei Treffern in Folge auf 25:26 verkürzte (56.). Doch Zierckes letzter taktischer Kniff, den überragenden Krings in Manndeckung zu nehmen, misslang. Vielmehr erhöhten die Saarländer in Unterzahl auf 28:25 (58.) – die Entscheidung.

Rostock: Porath, Kominek (ab 31.) – Becvar, Hövels 2, Mladenovic 2, Gruszka 2, Flödl, Wetzel 9/3, Sadewasser, Papadopoulos 5, Hruscak 6, Zemlin, Dethloff

HG Saarlouis: P. Schulz, Jonczyk (nicht eingesetzt) – Krings 6, Faulenbach 1, Leist 2, Janiszewski 1, Spiljak 2, Kessel 6, Walz 1, Weißgerber 2, Holzner 2/2, Riganas 7, M. Schulz, Klyuyko

Siebenmeter: Rostock 4/3 (Gruszka verwirft/14.), Saarlouis 2/2. Strafminuten: Rostock 4, Saarlouis 6

Schiedsrichter: Nils Blümel/Jörg Loppaschewski (Berlin)


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen