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Handball : Empor plant den Bau eines Trainingszentrums

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

HCE-Aufsichtsratsmitglied Jürgen Penthin äußert sich im Interview über die sportliche Talfahrt, die schwierige Sponsorensuche und die Rekonstruktion der Sporthalle Marienehe

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erstellt am 01.Apr.2014 | 19:30 Uhr

Turnusmäßige Sitzung des Aufsichtsrates der Empor Rostock Handball GmbH. Unter Leitung des Vorsitzenden Roland Methling standen aktuelle und perspektivische Aufgaben auf der Tagesordnung. Am Rande der Sitzung sprach NNN-Mitarbeiter Bernd-Dieter Herold mit Jürgen Penthin, Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden.
Herr Penthin, wie schätzt der Aufsichtsrat die aktuelle sportliche Situation ein?
Wir können natürlich mit dem gegenwärtigen Stand nicht zufrieden sein. Wer Anfang Dezember mit seinem Team noch auf Platz zwei stand, aktuell nach unten gerutscht ist, muss sich Fragen gefallen lassen. Die Gegner haben sich auf unseren Handball eingestellt. Leichtfertig wurden Punkte vergeben. Auch taktisch gab es einige Dinge zu bemängeln. Das Handballspielen hat die Sieben nicht verlernt, wie mehrfach bewiesen. Oft fehlt es an der Konzentration.

Geht diese nicht mit der Überbelastung des Stammsechsers einher?
Ein Team besteht aus 14 Spielern. In das Können aller muss Vertrauen vorhanden sein. Bei unserem Tempo-Handball und der aufwendigen Abwehr treten natürlich Verschleißerscheinungen ein, muss mehr gewechselt werden. Julius Porath war gegen Neuhausen das beste Beispiel. Sein Einsatz, auch der von André Meuser oder Jakub Zboril, zeigten, dass die Jungs ihren Mann stehen können. Das geht aber nur über stabile Einsätze.
Der HCE startete mit dem Spiel gegen Aue eine Marketing-Offensive, setzte auf diesem Gebiet mit Stefan Bobzin einen Profi ein – mit Erfolg?
Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen. Einen Angriff auf einen der Aufstiegsplätze können wir uns nur mit einer gesicherten wirtschaftlichen Basis leisten. Alles andere wäre Harakiri. So etwas wird es mit dem Aufsichtsrat nicht geben. Es stellt sich schon die Frage, ob die Wirtschaft uns auf unserem Weg begleiten möchte. Lippenbekenntnisse reichen da nicht. Konkrete Sponsorenverträge brauchen wir. Daran arbeitet Herr Bobzin intensiv. Ich gebe natürlich zu, dass der Leistungsabschwung unseren Bemühungen nicht zuträglich war.
Viele Teams sind mit den Personalplanungen weit fortgeschritten, wenn nicht bereits fertig. Mahlen bei Empor die Mühlen langsamer?
Keineswegs. Wir sind nicht untätig. Die Baustellen sind ja bekannt. Es hilft uns nicht weiter, wenn in der Öffentlichkeit über diesen oder jenen Namen spekuliert wird. Verkündet wird, wenn alles in Papier und Tüten ist. Wir werden zudem weiter auf den Nachwuchs setzen.
Muss die Saisonvorbereitung effizienter gestaltet werden?
Der Aufsichtsrat hat nicht umsonst den Auftrag erteilt, ein attraktives Turnier zu organisieren. Daran wird gearbeitet. Sicher muss nicht nur gegen Kleinkleckersdorf gespielt werden, sondern mit mehr leistungsfähigeren Gegnern der Punktspielstart vorbereitet werden. In der EM-Pause im Januar ging das aber nicht anders, fehlten einfach die Spieler.
Der Verein hat sich mit dem Gang in die Stadthalle von einem Hallenneubau verabschiedet. Die Sporthalle Marienehe bietet nicht die besten Trainingsbedingungen. Muss Empor da nicht reagieren?
Zunächst möchte ich den Verantwortlichen der Rostocker Messe- und Stadthallengesellschaft mbH für ihr Entgegenkommen in den vergangenen Monaten Dank sagen. Wir bereiten gegenwärtig mit großer Unterstützung des Stadtsportbundes und seines Präsidenten Herbert Pankau den Bau eines Trainingszentrums vor. Diese abgespeckte Form oder die auch im Gespräch befindliche Rekonstruktion der Traditionshalle Marienehe werden sich nachhaltig positiv auf die Entwicklung des Nachwuchs- und Leistungshandballs auswirken.

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