Handball : Empor muss eine harte Nuss knacken

Empors Kenji Hövels
Empors Kenji Hövels

Die Rostocker Zweitliga-Handballer gastieren am Sonnabend beim heimstarken TV Emsdetten. Paul Porath und Kenji Hövels sind wieder an Bord

svz.de von
09. April 2015, 21:05 Uhr

„Das wird eine richtig harte Nuss. Um sie zu knacken, bedarf es gegenüber der Partie gegen Coburg (24:20 – d. Red.) noch einer Steigerung“, sagt Tom Wetzel vor der Begegnung des HC Empor am Sonnabend beim Elften TV Emsdetten (19 Uhr Emshalle). Die Rostocker
liegen in der 2. Handball-Bundesliga zwar nur drei Plätze hinter dem Gastgeber, in der Punktausbeute trennen beide Teams aber Welten: Emsdetten hat mit 33:29 gegenüber Empor (24:36) klar die Nase vorn.

Nicht nur in dieser Statistik hat der TVE den Gästen einiges voraus. In 18 Heimspielen waren die Emsländer nur viermal nicht der Sieger. Der letzte Rostocker Erfolg resultiert mit 23:20 aus dem November 2006. Zudem ist der letztjährige Absteiger aus der 1. Bundesliga hinter Eisenach (21:3) mit 18:6 Zählern das zweitbeste Team der Rückrunde. Die Bilanz des HCE sieht mit 7:15 Punkten (16.) viel bescheidener aus.

Daniel Kubes, der in seinem ersten Trainerjahr neben Emsdetten zudem mit Jan Filip die tschechische Nationalmannschaft betreut, hat nach zwölf Ab- und zehn Zugängen nach und nach ein homogenes Team geformt. Seine Philosophie ähnelt der von Rostocks Coach Aaron Ziercke: „In erster Linie werden Partien in der Abwehr entschieden. Deshalb hatte die Defensivarbeit auch Vorrang.“ Mit den Kreisläufern André Kropp und Johan Koch im Mittelblock wurde das System erfolgreich umgestellt. Doch die Hausherren haben auch einen mächtigen Zug nach vorn. Spitzenreiter SC DHfK Leipzig musste das am Mittwoch erkennen. Nur mit Ach und Krach wurde der TVE, der 50 Minuten das Geschehen dominierte, mit 26:25 bezwungen. Vor allem die Schweden Ernir Arnarson und Tobias Rivesjö drehten unter der Regie von Anton Runnarsson auf und leisteten sich nur wenige Fehler.

„Da kommt Schwerstarbeit auf uns zu. Emsdetten ist von allen Positionen gefährlich, spielt einen mit viel Kreuzungen verbundenen schnellen Ball“, weiß Empors Deckungsspezialist Maic Sadewasser zu berichten und fügt hinzu: „Der Gegner ist auf allen Positionen doppelt gut besetzt.“

Der Rostocker Traditionsverein kann an der Ems personell aus dem Vollen schöpfen. Die zuletzt pausierenden Paul Porath (Leistenprobleme) und Kenji Hövels (Bänderdehnung) stehen wieder im Übungsprozess. „Auch Kapitän Jens Dethloff und Vyron Papadopoulos, die mit Infekten zu kämpfen hatten, werden die Reise antreten“, so Sportchef Sven Thormann.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen