Handball-Testspiel : Empor mit couragiertem Auftritt

„Jenner“ Dethloff hebt ab und erzielt gegen den Kieler Keeper Andreas Palicka  einen von insgesamt drei Treffern. Die Rostocker zogen sich gestern gegen den dreifachen Champions-League-Sieger achtbar aus der Affäre.  Fotos: Inside-Picture
„Jenner“ Dethloff hebt ab und erzielt gegen den Kieler Keeper Andreas Palicka einen von insgesamt drei Treffern. Die Rostocker zogen sich gestern gegen den dreifachen Champions-League-Sieger achtbar aus der Affäre. Fotos: Inside-Picture

Dennoch ist der Handball-Zweitligist beim 22:31 im Testspiel gegen den deutschen Rekordmeister THW Kiel chancenlos

svz.de von
30. Juli 2014, 22:59 Uhr

Das Starensemble des THW Kiel hat gestern Abend erwartungsgemäß auch das fünfte Aufeinandertreffen mit dem HC Empor für sich entschieden. Nach einer hochklassigen Handballshow setzte sich der deutsche Rekordmeister und dreifache Champions-League-Sieger in der bis auf den letzten Platz gefüllten Ospa-Arena mit 31:22 (17:10) gegen den Zweitligisten durch.

In der Partie David gegen Goliath besaßen die Gastgeber gegen den mit internationalen Assen aus acht Ländern gespickten aktuellen Champion der Bundesliga trotz eines couragierten Auftritts keine echte Chance. Die Nordlichter, bei denen bislang nur die Neuzugänge Kim Sonne-Hansen, Rune Dahmke und Fynn Ranke ohne Länderspiele waren, zeigten mit ihren 1345 Auswahleinsätzen den „No-Names“ aus Rostock ihre Grenzen auf.


Empor ohne Wetzel, Barten und Mladenovic


Die Hansestädter mussten gegen den THW auf den an einer Magen-Darmgrippe erkrankten Tom Wetzel sowie auf ihre U20- beziehungsweise U18-Nationalspieler Nemanja Mladenovic sowie Robert Barten verzichten. Die Gäste hingegen, die ihren kompletten Kader von 17 Akteuren aufboten, übernahmen von Beginn an das Kommando. Sie nutzten technische Fehler sowie das mangelnde Wurfvermögen der Hausherren durch Tempogegenstöße gnadenlos aus und setzten sich stetig ab. Zudem war auch Neuzugang Steffen Weinhold (kam vom Nordrivalen SG Flensburg-Handewitt) aus der zweiten Reihe kaum zu stoppen.

Doch auch Empor hatte einen Schützen. Neuzugang Patrik Hruscak deutete seine Qualitäten aus dem Rückraum an, war mit neun Treffern am Ende bester HCE-Schütze.

Der THW warf über die Stationen 6:1 (9.), 10:5 (15.) sowie 14:10 (26.) eine klare 17:10-Führung zur Pause heraus. Der HCE scheiterte immer wieder an den Torhütern Andreas Palicka und Johan Sjöstrand, „wurschtelte“ zudem zu sehr in der Mitte und vernachlässigte nahezu gänzlich das Spiel mit den Außen. Geburtstagskind René Gruszka (wurde gestern 24 Jahre alt) kam daher in den ersten 30 Minuten zu keinem einzigen Wurf. Die Gäste wechselten kontinuierlich durch, waren so auch nach dem Wechsel permanent Herr der Lage.

Für den HCE geht es bereits morgen weiter. Um 18.30 Uhr ist das Team beim HSV Grimmen (MV-Liga) zu Gast.

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