2. Handball-Bundesliga : Empor kassiert elfte Saisonpleite

Durchwachsenes Debüt: Nemanja Mladenovic erzielte in seinem ersten Spiel für den HC Empor vier Treffer, tat sich nach der Pause aber schwer, Akzente zu setzen.
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Durchwachsenes Debüt: Nemanja Mladenovic erzielte in seinem ersten Spiel für den HC Empor vier Treffer, tat sich nach der Pause aber schwer, Akzente zu setzen.

Rostocker unterliegen der HSG Nordhorn-Lingen mit 22:24 und rutschen in der Tabelle auf Platz 13 ab

svz.de von
09. März 2014, 23:16 Uhr

Der HC Empor Rostock befindet sich im freien Fall. Durch seine elfte Niederlage – die vierte auf eigenem Parkett – sind die Schützlinge von Trainer Dr. Rastislav Trtik in der 2. Handball-Bundesliga auf Platz 13 zurückgefallen.

Gegen den nunmehr Dritten HSG Nordhorn-Lingen unterlag der HCE vor knapp 2000 Zuschauern in der Stadthalle mit 22:24 (10:13). „Diese Schlappe haben wir uns selbst zuzuschreiben. Wir sollten die Ursachen dafür nicht bei den Entscheidungen der Referees suchen. Leider war unsere Effektivität im Abschluss unter aller Kanone. Auch die Anzahl der Fehler war einfach zu hoch. Immer, wenn wir dran waren, haben wir uns letztlich im Übereifer selbst ein Bein gestellt“, sagte Kapitän Jens Dethloff.

Mit unter dem Strich 13 technischen und Regelfehlern sowie 25 „Nieten“ im Abschluss ist es schwer, ein Handballspiel zu gewinnen. Insgesamt lag die Angriffseffektivität unter 40 Prozent. Mit Gewürge durch die Mitte, ohne Flügelspiel und wenig Gefahr vom Kreis lassen sich kaum Partien gewinnen. Die Rostocker müssen künftig zu einer Spielanlage kommen, die die Breite des gesamten Feldes ausnutzt und in die Kombinationen gezielt die Außenstürmer einbezogen werden. Gerade darin lag der große Vorteil der Niedersachsen. Gefahr drohte den Einheimischen in der Abwehr von allen Positionen. Gäste-Trainer Heiner Bültmann bestätigte dies: „Das war unser Vorteil. Wir hatten mehr Varianten als die Gastgeber parat. Natürlich machte uns der HCE mit seiner aggressiven 5:1-Deckung das Leben schwer, doch oft fanden wir die passende Lösung.“

Speziell in der ersten Halbzeit, als die Hansestädter zwischenzeitlich mit vier Toren hinten lagen – 4:8 (16.) sowie 8:12 (26.).

Doch der HC Empor stemmte sich gegen die drohende Pleite und stellte in der 37. Minute den Anschluss her – 14:15. Doch erneut Fehler im Angriff sowie unkonzentrierte Würfe ließen die Hausherren nicht ausgleichen. Und wie sich die Szenen gleichten: Auch beim 19:20, 20:21, 21:22 oder 22:23 schafften es die Rostocker nicht, die Partie zu kippen. Endgültig entschieden war die Begegnung, als Roman Becvar für ein „Allerweltsfoul“ seine dritte Zeitstrafe und damit die rote Karte sah (58.). Nordhorn brachte anschließend den Vorsprung sicher über die Zeit.

Rostock: Kominek, R. Wetzel – Becvar 5, Dethloff 2, Mladenovic 4, Gruszka, Flödl, Gamrat 1, Papadopoulos 5/1, Zemlin 5, Barten nicht eingesetzt, J. Porath nicht eingesetzt, Zboril n. e. Nordhorn: Buhrmester, Bartels n. e. – Verjans 7, Mickal, Miedema 2, Meyer 1, Schagen 7/4, Poll, Trodler, Terwollbeck, de Boer 1, Wiese 6, Schwenning. Siebenmeter: Rostock 2/1, Nordhorn 4/4. Strafminuten: Rostock 6, Nordhorn 4



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