2. Handball-Bundesliga : Empor kämpft sich zum Heimerfolg

Die Rostocker René Gruszka (rechts), Tom Wetzel und Florian Zemlin (links) überzeugten vor allem kämpferisch und kauften so Altenholz den Schneid ab.
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Die Rostocker René Gruszka (rechts), Tom Wetzel und Florian Zemlin (links) überzeugten vor allem kämpferisch und kauften so Altenholz den Schneid ab.

Rostocker Handball-Zweitligist bezwingt Neuling TSV Altenholz nach einer tollen Energieleistung mit 32:29 (17:15)

svz.de von
11. Dezember 2013, 22:50 Uhr

Der HC Empor kann in eigenen vier Wänden doch noch gewinnen. Nach zuletzt einer Niederlage und zwei Unentschieden in Serie setzten sich die Schützlinge von Trainer Dr. Rastislav Trtik gestern Abend in der Ospa-Arena in der vorgezogenen Partie des 18. Spieltages im Nordderby gegen Aufsteiger TSV Altenholz mit 32:29 (17:15) durch. Vor 650 Zuschauern warfen Vyron Papadopoulos(10/1). Roman Becvar (5) und René Gruszka (5/2) die meisten Treffer für den Rostocker Handball-Zweitligisten. Am Ende mussten die Hausherren aber zittern, vergaben sie doch in den letzten drei Spielminuten durch Papadopoulos (2) und Gruszka drei Strafwürfe. Letztlich zogen sie jedoch mit viel Kampf den Kopf noch aus der Schlinge.

Die Gäste zeigten in der ersten Halbzeit, dass sie am vergangenem Wochenende durch den Sieg über die HSG Nordhorn gewaltig Selbstvertrauen getankt hatten. Das taktische Rezept, mit schnellen Positionswechseln Lücken in die offensive Empor-Deckung zu reißen, ging voll auf. Der HCE sah in der Defensive häufig hilflos aus. Fynn Rinke wurde mehrfach frei angespielt, vernaschte Patrick Starke oftmals den blass aussehenden Lukas Gamrat. Kein Wunder, dass Trtik die löchrige Defensive umstellte und Tom Wetzel für Gamrat brachte. Viel brachte das aber nicht, denn nun tauchten die Löcher auf anderen Positionen auf. Zudem musste Wetzel rasch zwei Strafen absitzen und kassierte in der 33. Minute für ein vermeintliches drittes Vergehen die rote Karte. Des Weiteren schlossen sich die Keeper Jan Kominek und Robert Wetzel den Darbietungen ihrer Vorderleute an und bekamen nur selten einen Wurf zu fassen. Zum Glück konnten sich die Hansestädter auf ihren Angriff verlassen. Eine Effektivität von 65 Prozent unterstreicht, dass der Kombinationsfluss lief. Vor allem Vyron Papadopoulos wirkte wie aufgedreht, zirkelte von Linksaußen sehr variabel ein. Auch Roman Becvar setzte sich mehrfach durch.

Das sollte sich nach dem Wechsel aber mit zunehmendem Kräfteverschleiß ändern. Empor produzierte technische Fehler und brachte sich dadurch nach einem 25:21 (45.) selbst wieder in Probleme. Zum Glück steigerte sich Robert Wetzel in der Schlussphase entscheidend und parierte mehrere Bälle. „Ausschlaggebend war unsere nie nachlassende Kampfkraft. Mit Willen haben wir uns immer aus den Löchern befreit“, so Jens Dethloff.

Rostock: Kominek, R. Wetzel – Becvar 5, Milde 4, Dethloff 3, Gruszka 5/2, Flödl, Gamrat 1, T. Wetzel 1/1, Papadopoulos 10/1, Zemlin 3, J. Porath,
Prüter, Zboril nicht eingesetzt
Altenholz: Hossner, Weber – Calvert 3/2, Drecke 1, Volquardsen 4, Boldt 3/3, Köpke 1, Wegner 3, Ranke 4, Kastening, Starke 5, Röder 4, Abelmann-Brockmann 1. Siebenmeter: Rostock 8/4, Altenholz 5/5. Strafminuten: Rostock 12, Altenholz 10.
Schiedsrichter: Karamuk/Seliger (Berlin). Zuschauer: 600



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