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2. Handball-Bundesliga : Empor hellwach bis Mitternacht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker Handball-Zweitligist bezwingt SG Leutershausen mit 30:24 (15:11) und verschafft sich Luft zu den Abstiegsrängen

Der Bock von sieben Partien ohne Doppelpunktgewinn ist umgestoßen. Der HC Empor Rostock ließ sich durch die SG Leutershausen kein faules Ei in das Osternest legen und ging am Donnerstagabend in der 2. Handball-Bundesliga mit einem 30:24 (15:11)-Erfolg vom Parkett. Die Partie in der Stadthalle war mit zweistündiger Verspätung angepfiffenen worden, da die Gäste im Stau standen.

Verständlich, dass den Hansestädtern nach Abpfiff durch die wenig überzeugenden Berliner Referees Tolga Kamaruk/Nikos Seliger eine tonnenschwere Last von den Schultern fiel. 1300 Zuschauer, zirka 400 hatten durch den verspäteten Beginn die Halle vorzeitig verlassen, jubelten und waren sich mit dem erstmals wieder mitwirkenden Kapitän Jens Dethloff einig: „Das war ein wichtiger Schritt zur Sicherung des Tabellenplatzes.“

Ihren Glücksbringer hatten die Schützlinge von Trainer Dr. Rastislav Trtik dann ausgemacht: Klaus-Jürgen Prüsse. Das 75-jährige Empor-Urgestein, im Februar schwer erkrankt, nutzte einen Reha-Osterurlaub zum Spielbesuch. Kein Wunder, dass die Blau-Gelben nach Spielschluss zu mitternächtlicher Stunde die Traversen hochkletterten, ihren „Jimmy“ herzlich umarmten und weiter gute Genesung wünschten.

Passend zum 30-fachen Ex-Nationalkeeper: Empors Schlussleute vereitelten vier Siebenmeter, Jan Kominek zeigte 13 Paraden. Die waren in der emotionsgeladenen Partie auch notwendig. Speziell in der ersten Halbzeit ließ sich der Gast nicht abschütteln. Aus dem 6:3 für den HCE (11.) wurde neun Minuten später ein 8:8. Selbst beim 12:11 (26.) waren die Baden-Württemberger noch dran, profitierten von der schlechten Wurfquote (12) der Einheimischen.

Nach gutem Einstieg mit einem 18:12 (35.) in die zweite Halbzeit wackelten die Rostocker nach Florian Zemlins dritter Zeitstrafe (36.) kurz (18:14/37.), enteilten dann aber auf 25:17 (46.). Vor allem Nemanja Mladenovic war kaum zu halten. Leutershausen gab sich aber nicht geschlagen, verkürzte auf 22:26 (53.), doch mit einem Timeout beendete Trtik den Höhenflug der Gäste.

Rostock: Kominek, Wetzel – Gruszka 8/2, Becvar 4, Mladenovic 6, Papadopoulos 6/3, Zemlin 1, Milde 1, Dethloff 3, Prüter, Zboril, Gamrat 1, Porath nicht eingesetzt
Leutershausen: Ullrich, Hübe – Wilde 2/2, Räpple 1, Forstbauer 3, Ruß 4/2, Prestel 1/1, Volk, Durak 3/1, Geppert 3, Conrad, Dippe 4, Engels, Schulz 3
Siebenmeter: Rostock 6/4, Leutershausen 11/6. Strafminuten: Rostock 16, Leutershausen 10. Schiedsrichter: Karamuk/Seliger (Berlin). Zuschauer: 1300

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