2. Handball-Bundesliga : Empor gibt Zepter aus der Hand

Lukas Gamrat und Nemanja Mladenovic (von links) packten in der Abwehr wie hier gegen die Schwartauer Dennis Tretow und Marcel Schliedermann beherzt zu. Dennoch reichte es für Empor nur zum 29:29-Unentschieden.
Lukas Gamrat und Nemanja Mladenovic (von links) packten in der Abwehr wie hier gegen die Schwartauer Dennis Tretow und Marcel Schliedermann beherzt zu. Dennoch reichte es für Empor nur zum 29:29-Unentschieden.

Rostocker Handball-Zweitligist hat VfL Bad Schwartau lange Zeit im Griff, kassiert aber in der Schlussminute den 29:29-Ausgleich

svz.de von
20. März 2014, 09:00 Uhr

Der Befreiungsschlag des HC Empor Rostock blieb aus. Wie versteinert blickten gestern Abend Coach Dr. Rastislav Trtik und seine Mannen ins Leere. Statt Rückkehr in die Erfolgsspur erreichten die Gastgeber im Ostsee-Derby der 2. Handball-Bundesliga gegen den VfL Bad Schwartau nur ein 29:29 (15:13)-Remis.

„Das ist für uns ein glückliches Remis. Rostock ist volles Tempo gegangen und war über die zweite Welle erfolgreich. Wir haben aber nie aufgegeben“, sagte Gästecoach Torge Greve. „Rasti“ Trtik konnte es kaum fassen: „Wir haben den Sieg leichtfertig aus der Hand gegeben. Das Team hat sich selbst um den Lohn gebracht.“

Beide Mannschaften lieferten sich in den ersten 30 Minuten einen offenen Schlagabtausch. Die ohne ihren Top-Shooter antretenden Gäste hielten speziell aus der zweiten Reihe dagegen, führten mit 9:7 (15.). Dann kamen die Rostocker aber ins Laufen. Angeführt von Roman Becvar und Nemanja Mladenovic gelang mit dem Sprung zum 11:9 (19.) erstmals eine Zwei-Tore-Führung. Der VfL blieb aber dran, glich zum 13:13 (24.) aus. Schlimmeres verhinderte hier der für Robert Wetzel eingewechselte Jan Kominek. Bange Minuten hatten die Einheimischen zu überstehen. Erst musste Mladenovic, dann Lukas Gamrat vom Parkett – die doppelte Unterzahl überstand Empor aber. Als der Serbe wieder auf der „Platte“ war, markierte er den 15:13-Pausenstand.

Nach dem Wechsel war es erneut der linke Rückraumspieler, der die beste Phase des HCE einleitete. Er war aus der zweiten Reihe kaum zu halten und besaß einen erheblichen Anteil an Empors Führung mit fünf oder vier Toren. Zurücklehnen konnten sich die Gastgeber aber nie. Schwartau ließ sich nicht abschütteln. In der 57. Minute sah Empor wie der Sieger aus. Robert Wetzel parierte einen Strafwurf. Was sollte noch schiefgehen? Ein Spiel dauert aber bis zur 60. Minute. Und in der markierte ausgerechnet der Ex-Rostocker Christian Schwarz das 29:29.

Rostock: Kominek, R. Wetzel – Gruszka 4, Gamrat 5, Becvar 5, Mladenovic 10, Papadopoulos 2, Flödl 2, Zemlin 1, Barten, Zboril nicht eingesetzt, Porath n.e.
Bad Schwartau: Noel, Panzer – Glabisch 4/1, Schwarz 2/1, Podpolinski 8, Fritsch, Waschul, Claasen, Tretow 8/1, Schliedermann 5, Kalski 1, Quade 1, Bruhn
Siebenmeter: Rostock 1/0, Schwartau 5/3. Zeitstrafen: Rostock 3, Schwartau 3. Schiedsrichter: Geipel/Helbig (Magdeburg). Zuschauer: 650

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