2. Handball-Bundesliga : Empor erstmals im Minusbereich

Die neun Tore von Vyron Papadopoulos waren am Ende zu wenig, weil sich Empor in Leipzig zuviele technische Fehler leistete und eine Reihe von Großchancen ausließ.
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Die neun Tore von Vyron Papadopoulos waren am Ende zu wenig, weil sich Empor in Leipzig zuviele technische Fehler leistete und eine Reihe von Großchancen ausließ.

Das 27:32 beim SC DHfK Leipzig war die zwölfte Saisonniederlage

svz.de von
16. März 2014, 23:38 Uhr

Zwölfte Saisonniederlage für den HC Empor: Durch das 27:32 (14:15) beim SC DHfK Leipzig sind die Rostocker in der 2. Handball-Bundesliga erstmals in den Minuspunktebereich gerutscht (24:26/Platz 14). Von einer Krise will beim HCE zwar noch keiner sprechen, 4:10 Zähler aus den sieben Rückrundenpartien werfen aber Fragen auf.

Dabei hatte alles so gut begonnen. Empor führte nach gut dreieinhalb Minuten durch Nemanja Mladenovic (2) sowie Roman Becvar mit 3:0. Beide wirbelten die Abwehr der Sachsen durcheinander, besaßen auch eine erhebliche Aktie am 6:4 (10.).

Leipzigs Trainer Christian Prokop handelte, nahm Auszeit, brachte den Ex-Rostocker Rico Göde als Abwehrchef, setzte den Schweizer Alen Milosevic auf Mladenovic an, der bis zu diesem Zeitpunkt bereits viermal ins Schwarze getroffen hatte. Zudem Wechsel in der Angriffsmitte von Pavel Prokopec auf Alexander Feld – alles Volltreffer. Die Gäste kamen ins Wanken. Das auch durch die erforderliche Umstellung in ihrem Abwehrgefüge. Norman Flödl kassierte nach 6:24 Minuten schon seine zweite Zeitstrafe, wurde nur noch im Angriff eingesetzt.

„Eigentlich hätten wir bereits in der ersten Halbzeit einiges klarmachen können, ja, sogar müssen“, haderte HCE-Trainer Rastislav Trtik mit technischen Fehlern und schlechter Wurfquote. „Damit hat die Mannschaft den Kontrahenten wieder ins Spiel gebracht.“ So wurde aus dem 14:12 (26.) ein 14:19 (36.). Vergebene Siebenmeter (Gruszka, Papadopoulos je 2), ein vorn wie hinten völlig indisponierter Florian Zemlin plus die katastrophale Leistung der Torhüter (nur neun Bälle gehalten) führten nach dem 19:21 (41.) auf die Verliererstraße.

Mitentscheidend: Während bei Empor Gefahr nur von Mladenovic, Becvar und Papadopoulos ausging, waren die Gastgeber von allen Positionen gefährlich. Zudem besaßen sie im Norweger Henrik Ruud Tovas einen Keeper der Extraklasse sowie mit einer doppelten Besetzung im Rückraum den entscheidenden Vorteil.
Leipzig: Tovas, Pulay – Emanuel 6, Krzikalla, Oehlrich, Binder 2, Jonsson, Gerlich 2, Boese, Weber 10, Prokopec 5/3, Milosevic 3, Feld 5, Göde
Rostock: Kominek, R. Wetzel – Gruszka 2, Zemlin, Becvar 6, Mladenovic 8, Papadopoulos 9/4, Flödl,
Gamrat 2, Barten, Zboril, Julius Porath (nicht eingesetzt)
Siebenmeter: Leipzig 3/3, Rostock 8/4

Zeitstrafen: Leipzig 10, Rostock 14 Minuten einschließlich Rot gegen Flödl (52.) nach der dritten Strafe

Schiedsrichter: Immel/Klein (Tönisvorst/Ratingen)

Zuschauer: 2866

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