Handball, 2. Bundesliga : Empor enttäuscht maßlos – 26:31

Kenji Hövels (am Ball) wird vom Ex-Rostocker Matthias Struck gebremst, der auch Jens Dethloff (rechts) im Griff hat. Die Aufholjagd des HC Empor nach sieben Toren Rückstand zur Pause fand beim 21:24 (50.) ihr Ende.
Kenji Hövels (am Ball) wird vom Ex-Rostocker Matthias Struck gebremst, der auch Jens Dethloff (rechts) im Griff hat. Die Aufholjagd des HC Empor nach sieben Toren Rückstand zur Pause fand beim 21:24 (50.) ihr Ende.

Schon zur Pause lagen die Rostocker Zweitliga-Handballer gestern gegen Eintracht Hildesheim mit sieben Toren hinten

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29. Dezember 2014, 09:30 Uhr

26:31 (9:16) – der HC Empor enttäuschte gestern in der Stadthalle gegen Eintracht Hildesheim. Die 2. Handball-Bundesliga legt jetzt wegen der WM in Katar eine Pause ein. Für die Rostocker geht es erst am 11. Februar beim TV Großwallstadt weiter.

Im Gegensatz zum Hinspiel (34:28) kam der HCE diesmal nur in der Anfangsphase halbwegs klar, als er 1:0 führte (2.) und nach dem 2:4 (7.) und 4:6 (12.) wenigstens ausglich zum 4:4 (10.) bzw. 6:6 (14.). Danach aber ging kaum noch etwas, die Gäste enteilten auf 10:6 (22.), später gar von 12:9 (25.) zum Pausenstand von 16:9.

Empor nach der ersten Hälfte mit sieben Treffern hinten! Auch, weil Tom Wetzel das Bruder-Duell mit seinem den Hildesheimer Kasten hütenden Bruder Robert deutlich verlor. „Das war nur Schnulli“, lautete die allgemeine Meinung des Publikums zur Halbzeit. Die erst spät (27.) eingestellte 5:1-Abwehr (Florian Zemlin vorgezogen gegen Eintracht-Regisseur Andreas Simon), dazu lasche, unplatzierte Würfe und große Einfallslosigkeit trugen ebenso ein Übriges zu der schweren Hypothek bei wie das Fehlen des verletzten Roman Becvar (zog sich beim 28:35 in Eisenach eine Risswunde an der rechten Hand zu, als er am Trikot eines Gegenspielers hängenblieb).

Mit Wiederbeginn kam durchaus noch mal Hoffnung auf, auch wenn sich der Rückstand nach dem kurzen Zwischenhoch zum 12:16 (34.) bald wieder auf sieben Treffer belief (13:20/41.). Doch Rostock warf zumindest Kampfgeist in die Waagschale und kam immer näher: 15:20 (43.), 18:22 (48.), 20:23 (49.). Aber die Niedersachsen spürten immer wieder immense Lücken in der nunmehr 3:3-Deckung der Rostocker auf, und als dann auch noch Empors Bester, René Gruszka, für zwei Minuten auf die Bank musste, führte Hildesheim rasch die Entscheidung herbei (21:24/50. – 21:27/52.).

Die Blau-Gelben leisteten sich einfach zuviele Unzulänglichkeiten und kassierten zu Recht eine regelrechte Tracht Prügel. Wobei die später in die Partie gekommenen Robert Barten, Jakub Zboril und Julius Porath ihre Sache ordentlich machten. Trainer Aaron Ziercke: „Ich hoffe, dass die jungen Leute im Januar einigen der anderen gehörig in den Arsch treten.“

Rostock: P. Porath, Kominek – Hruscak 2, Hövels 5, T. Wetzel 2, Gruszka 7/3, Flödl 1, Papadopoulos 1, Zemlin, Dethloff 1, Barten 1, Zboril 4, J. Porath 2/1, Sadewasser (nicht eingesetzt).
Hildesheim: R. Wetzel, Kinzel – Struck 2, Simon 7/2, Herbold 1, Lungela 3/1, Tzoufras 5, Zufelde 6, Stüber 1, Przybylski 5, Gorenac, Nikolov, von Hermanni 1/1

Siebenmeter: Rostock 4/4, Hildesheim 6/4 (P. Porath hält gegen Simon/11., Kominek gegen Lungela/ 29.). Zeitstrafen: je 6 Minuten

Schiedsrichter: Kropp/Siebert (beide Osnabrück)

Zuschauer: 1800, unter ihnen Urgestein Wolfgang Böhme, für den es nachträglich Blumen zum 65. Geburtstag gab, und Bob Hanning, Vizepräsident des Deutschen Handball-Bundes und Manager des Erstligisten Füchse Berlin.


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