HC Empor Rostock : Emotionaler Abschied bei Empor

Nach dem 27:30 der Empor-Handballer zum Saisonabschluss der 2. Bundesliga gegen Bietigheim hieß es für eine ganze Reihe von Spielern Abschied nehmen. Auch Urgestein Jens Dethloff (vorn rechts im hellblauen T-Shirt) sagte tschüß, (noch)
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Nach dem 27:30 der Empor-Handballer zum Saisonabschluss der 2. Bundesliga gegen Bietigheim hieß es für eine ganze Reihe von Spielern Abschied nehmen. Auch Urgestein Jens Dethloff (vorn rechts im hellblauen T-Shirt) sagte tschüß, (noch)

Beim letzten Saisonspiel beendet Jens „Jenner“ Dethloff seine aktive Handball-Karriere – und wagt sogar ein Tänzchen. DasTrikot des Rostockers wird für 90 Euro versteigert.

svz.de von
05. Juni 2016, 21:00 Uhr

Wenn es am 4. September in der Ospa-Arena mit dem Heimspiel gegen Neuhausen in die Saison 2016/17 geht, wird der HC Empor Rostock ohne seine Nummer 6 – Jens Dethloff – auskommen müssen. Nach 17 Zweitliga-Jahren hat das Urgestein, dieser vorbildliche Kämpfer mit dem Empor-Herz, sein 387-mal getragenes gelbes Trikot für immer ausgezogen. „Ein wenig wehmütig wurde ich da schon, als ich vor der Partie gegen Bietigheim als Letzter einlief, die 1250 Zuschauer mich mit Standing Ovations feierten oder als ich meinen insgesamt 661. Treffer zum 20:20 verwandelte“, gestand der werdende Vater.

Kein Wunder, dass sich bei der Trikotversteigerung alle Bieter um den Dress von „Jenner“ förmlich rissen. Für 90 Euro – insgesamt werden der HCE-Jugend 320 Euro zugute kommen – ging es an seinen neuen Besitzer. „Time To Say Goodbye“ von Andrea Bocelli und Sarah Brightman ertönte, der Kreisläufer schnappte sich eine „Emporianerin“, wagte ein Tänzchen – die zahlreich nach dem Schlusspfiff Gebliebenen applaudierten.

Dethloff, der 2011 nach der Trennung von Coach Holger Schneider und drei Jahre später nach dem Abschied von Rastislav Trtik sogar als Übergangscoach wirkte, bleibt dem Verein als U23-Trainer erhalten. Spaßeshalber wurde ihm sogar ein Vertragsangebot für den HC Empor IV (Meister Bezirksliga Nord) unterbreitet.

Bei den weiteren Verabschiedungen von Coach Aaron Ziercke, René Gruszka, Kenji Hövels (alle N-Lübbecke), Roman Becvar (Leipzig) und Marc Pechstein (Aue) blieb einer außen vor – Vyron Papadopoulos. „Wir sind dabei, für ihn ein Paket aus Arbeit und Handball zu schnüren“, sagt Dr. Peter Kupatz vom „Club 100“ des HCE über den Griechen, der am Sonnabend das 1000. Empor-Saisontor warf und mit 193 Treffern erfolgreichster Saisonschütze war.

„Keine Bange. Trotz diverser Verabschiedungen werden wir nicht schwächer aufgestellt sein“, wagt GmbH-Geschäftsführer Sven Thormann eine Prognose. Neben dem Griechen Efthymios Iliopoulos hat der Verein Interesse an Matej Konsel (Tatran Litovel/Tschechien).

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