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HC Empor : Eine Acht-Tore-Führung reicht nicht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Rostocker Handballer müssen sich gegen Bittenfeld mit einem 22:22 begnügen. Roman Becvar fällt nach einem Mittelhandbruch wochenlang aus

Punkt gewonnen oder verloren? 22:22 hieß es am Sonnabend im Spiel der 2. Handball-Bundesliga zwischen dem HC Empor und Aufstiegskandidat TV Bittenfeld.

Kreisläufer Norman Flödl redete nicht um den heißen Brei herum: „Wer zur Pause 14:7 und gut vier Minuten vor dem Abpfiff noch mit drei Toren führt, muss das Ding nach Hause bringen.“

In das gleiche Horn blies Kapitän Jens Dethloff: „Zum Schluss haben wir uns einfach nicht clever genug verhalten, brachten das 22:19 nicht über die Zeit.“ Die Schwaben nahmen die Einladungen an, glichen in der Schlussminute aus. Als Vyron Papadopoulos zehn Sekunden vor Abpfiff den Ball nicht am in der zweiten Halbzeit überragend haltenden Jürgen Müller vorbeibrachte, war der mögliche zweite Zähler endgültig vergeben.

Dabei hatte alles so gut begonnen. Empor legte einen furiosen Start hin. Die 6:0-Abwehr stand sicher, verschob gut, unterbrach die Laufwege des Kontrahenten. Was dennoch durch das Deckungsbollwerk kam, wurde meist eine Beute des 18-jährigen Paul Porath. Mit neun Paraden vor dem Wechsel brachte er die Gäste zur Verzweiflung. 19 Minuten ließ der HCE nur ein Gegentor zu, führte sensationell 8:1!

Immer wieder waren es Gegenstöße über die erste und zweite Welle, mit denen die Gastgeber ihre Ballgewinne in Tore ummünzten. Die Blau-Gelben spielten sich unter der Regie von Roman Becvar auch ohne Tom Wetzel (kann nach festgestelltem Muskelfaserriss erst am 5. November gegen Aue wieder spielen) in einen wahren Rausch, hebelten mit schnellen Ballstafetten die Defensive des TVB aus.

Die starke Leistung der Hansestädter setzte sich auch nach dem Ausfall von Becvar – der Tscheche fällt mit Mittelhandbruch mehrere Wochen aus – trotz zwischenzeitlichen Leerlaufs über 16:8 (36.) und 19:13 (45.) bis zum 20:14 (46.) fort.

Doch dann kam der Bruch im HCE-Angriff. Fehlwürfe, Abspiel- und Regelfehler ließen Bittenfeld auf 19:20 (52.)
verkürzen. Als nach dem 22:19 (56.) Patrik Hruscak offensiv markiert wurde, fanden die Hausherren leider kein probates Mittel gegen diese taktische Maßnahme.

 

Rostock: P. Porath, Malitz – Gruszka 6/1, Hruscak 5, Becvar 2, Mladenovic 2, Papadopoulos 5, Flödl 1, Zemlin, Dethloff, Sadewasser, Hövels 1, J. Porath (nicht eingesetzt)


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