Tour de France : Ein Tagessieg bleibt unser Ziel

Das Ziel in Paris fest im Blick: Der gebürtige Rostocker Paul Voß (rechts) ist auf dem besten Weg die 101. Tour de France bis zum Ende durchzufahren.
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Das Ziel in Paris fest im Blick: Der gebürtige Rostocker Paul Voß (rechts) ist auf dem besten Weg die 101. Tour de France bis zum Ende durchzufahren.

Der gebürtige Rostocker Paul Voß fährt eine überzeugende Tour de France und hofft weiter auf einen Etappenerfolg für sein Team

svz.de von
22. Juli 2014, 12:16 Uhr

Nach den Alpen und vor den Pyrenäen: Gestern konnten die Radprofis der 101. Tour de France am zweiten Ruhetag noch einmal durchatmen, ehe heute die letzten und entscheidenden Etappen beginnen. Mit NetApp-Endura-Fahrer Paul Voß sprach NNN-Mitarbeiter André Gericke.

Zwei Wochen sind geschafft, wie geht es Ihnen?

Voß: Ich fühle mich eigentlich noch ganz okay. Die Beine und die Form sind gut. Meine Nase und die linke Hand (durch einen Sturz im Finale der 7. Etappe verletzt – d. Red.) werden besser, allerdings muss ich weiterhin die Schiene tragen.

Das heißt, dass es für Sie auf den Abfahrten weiterhin schwierig ist...

Wenn die Straße trocken und der Asphalt gut ist, dann geht es schon. Eigentlich bin ich auch ein ordentlicher Abfahrer, nur muss ich derzeit eben mehr aufpassen.

Ist denn auf den letzten Etappen mit einer Attacke von Paul Voß zu rechnen?

Eigentlich nicht. Da mir durch den Fingerbruch auch das Sprinten schwer fällt, müsste ich eigentlich alleine ankommen, wenn ich gewinnen will. Doch das wird in den nächsten Tagen sicherlich schwer. Daher werde ich mich wohl voll darauf konzentrieren, unseren Kapitän Leopold König zu unterstützen.

Momentan ist er Achter, was trauen Sie ihm noch zu?

Mit der Platzierung sind wir im Team super zufrieden. Vielleicht kann er sich sogar noch ein bisschen nach vorne schieben. Dafür werden wir alles tun.

Sind Sie überrascht, dass sich Ihr relativ kleines Team im Konzert der Großen so gut behauptet und teilweise die Etappen bestimmt?

Eigentlich nicht. Wir wissen, dass wir eine starke Mannschaft haben und das Rennen auch schwer machen können. Das haben wir auch schon bei der Vuelta bewiesen, als ,Leo’ eine Etappe gewinnen konnte. Ein Tagessieg ist auch diesmal noch eines unserer Ziele.

Einige Fahrer haben nach einem Ruhetag ein paar Probleme, wieder in den Rhythmus zu kommen. Wie ist das bei Ihnen?

Nach dem ersten Ruhetag hatte ich super Beine. Ich denke, wenn man am Limit ist und einem im Bett gleich die Augen zufallen, dann ist es vielleicht schwer. Aber so ist es bei mir noch nicht. Daher denke ich, dass ich den Tag gut nutzen kann, um mich zu erholen.

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