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Sport in Rostock

22. November 2017 | 14:09 Uhr

Ein Schiedsrichter auf Rollen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Felix Birkholz von den Rostocker Nasenbären pfeift Inline-Skaterhockey-Spiele bis 2. Bundesliga – und er will nach ganz oben

Seit acht Jahren gehört Felix Birkholz dem
1. Inline Hockey Club Rostocker Nasenbären an.

Der 25-Jährige spielt selbst Hockey – im Sommer auf Rollen, im Winter auf Kufen–, gestaltet den Internet-Auftritt des Vereins, ist verantwortlich für die zweite Mannschaft, Staffelleiter für den Spielbetrieb der U13-Schüler – und er fungiert in schwarzer Hose und schwarzweiß gestreiftem Hemd als Schiedsrichter beim Inline-Skaterhockey!

„Felix setzt sich für viele Belange unseres Sports ein und auch richtig gut durch, um die vielen Aufgaben im Verein zu realisieren“, sagt Club-Chef Christian Ciupka über seine „rechte Hand“: „Felix ist eben im Sternzeichen des Steinbocks geboren. Die weichen ja bekanntlich nicht zurück, wenn es mal schwierig wird.“

Angefangen hat für den Allrounder alles im kleinen Inlineskatingverein Witzin. „Mir hat die Vielfalt der Sportart gefallen“, so der jetzige Nasenbär. „Seit rund fünf Jahren versuche ich mich auch im Speedskating und war da schon auf den langen Kanten bis zum Marathon in Berlin, Hamburg und Stade ganz gut unterwegs.“

Wenn neben Studium und Vereinsarbeit noch Zeit bleibt, spielt der 1,94 Meter große Athlet zwischen Oktober und März mit einem Team in der Kreisliga Volleyball, hat auch etwas für Fußball (als Torwart) und Tischtennis übrig.

Auf die Frage, wie er mit Niederlagen umgeht, meint er: „Ich verliere ungern, vor allem, wenn die Spiele sehr knapp ausgehen. Bei Niederlagen hat man aber auch immer neue Trainingsansätze, um gemachte Fehler nicht zu wiederholen.“ Und im normalen Leben? „Hier ist es mit Sicherheit ähnlich.“

Schon als 15-jähriger hat Felix Birkholz seine ersten Spiele gepfiffen und ist nach weiterer Schiedsrichter-Ausbildung jetzt bis zur 2. Bundesliga im Einsatz. „Als B-Pool-Schiedsrichter hatte ich 25 Einsätze. Jetzt hoffe ich, dass die Leistungen gut waren, um über kurz oder lang auch den Sprung in die 1. Liga zu schaffen.“ Dort werden neben Regelkompetenz vor allem faire Entscheidungen gegenüber den Akteuren auf der Fläche, Durchsetzungsvermögen und klare Ansagen verlangt. „Das akzeptieren auch die härtesten Hockey-Cracks, auch wenn sie mal zwei Minuten auf der Bank in Kauf nehmen müssen. Ich zucke da auch nicht oder weiche zurück.“

Neben seiner Weiterentwicklung als Unparteiischer hat Felix Birkholz vor, „mit meinen Mannschaften als Aktiver sportlich voranzukommen und unseren Verein in allen Belangen voranzubringen.“ Und nach einer kurzen Pause fügt er hinzu: „Ich möchte auch mit für die Voraussetzungen sorgen, dass die Nasenbären eines Tages eine eigene Halle haben. Nur so können wir dann den ganz großen Schritt nach vorne machen.“


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