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FC Hansa : Ein Punkt mit Verspätung

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Drittliga-Fußballer aus Rostock und von Borussia Dortmund II mussten mehr als anderthalb Stunden auf den Anpfiff warten

svz.de von
erstellt am 27.Okt.2014 | 17:12 Uhr

15.35 Uhr am Sonntagnachmittag im Dortmunder Stadion „Rote Erde“: Eigentlich sollte in der Fußball-Drittliga-Partie zwischen Borussia Dortmund II und dem FC Hansa Rostock eine heiße Schlussphase toben, doch statt dessen wird das Spiel gerade erst angepfiffen. BVB-Ultras hatten zuvor versucht, den Gäste-Fanblock zu stürmen, und so für eine deutliche Verzögerung gesorgt. Doch wie überbrückten die Teams die Wartezeit von 95 Minuten?

„Das war nicht so toll, aber es betraf beide Mannschaften. Doppelt ärgerlich war natürlich, dass wir zum Aufwärmen rausgegangen sind und dann doch wieder für 40 Minuten in der Kabine saßen“, sagt Rostocks Mittelfeldmann David Blacha. Auch die Ernährung spiele im Spitzensport eine wichtige Rolle: „Zum Glück haben wir immer ein paar Snacks dabei, die kurzfristig Energie bringen. Doch hätte es noch länger gedauert, wäre bei dem einen oder anderen sicher Hunger aufgekommen.“

Wenngleich Trainer Peter Vollmann die Entscheidung, die Partie aufgrund der Sicherheitslage später anzupfeifen, als richtig empfand, so sei die unmittelbare Vorbereitung auf dieses wichtige Duell natürlich alles andere als ideal gewesen: „Man tut alles, um zum Anpfiff bestens vorbereitet zu sein, und dann geht’s nicht los. Die Spannung fällt da schon automatisch ab. Aber es war auch der richtige Weg, dass wir versucht haben, sie abzubauen. Man kann die Spannung nicht unnötig hochhalten. Dennoch war es sehr schwierig, da der Anpfiff viermal verzögert wurde und es am Ende doch sehr schnell ging.“

Der 56-Jährige schwörte seine Truppe auf die Wichtigkeit der Anfangsphase ein, warnte vor dem Druck der Gastgeber und deren Gefahr aus der Distanz: „Es war klar, dass die Mannschaft, die gestraffter rauskommt, zu Beginn einen Vorteil hat. Wir haben in der Kabine alles versucht, machten schon dort eine Aufwärmphase, dennoch reichte die Spannung nicht aus. Das Deprimierendste war, dass wir dann ein 0:1 bekamen, vor dem wir gewarnt hatten.“

Der Chefcoach lobte seine Truppe aber zugleich dafür, wie sie sich in die Partie kämpfte: „Wir haben umgeschaltet und gezeigt, dass die einzigen Mittel, um im Abstiegskampf bestehen zu können, Kampf, Einsatz und Leidenschaft sind. Ich glaube auch, dass ein gewisser Funke von den Fans übergesprungen ist. Wir haben bis zum Ende mit Risiko auf den Sieg gespielt. Der Wille war klar erkennbar.“

Dennoch konnte der Trainer seine Enttäuschung nicht verbergen. „Wir zeigten jetzt zwei ordentliche Leistungen, nur die Ergebnisse werden den Spielrhythmen nicht gerecht. Einsatz und Energie stimmten. Eigentlich holten wir zwei Punkte zu wenig, hätten uns mindestens einmal mit einem Dreier belohnen müssen“, so Vollmann.

Trotz oder besser gesagt dank der beiden Unentschieden hat Hansa den Absturz auf einen Abstiegsplatz verhindert. „Das war wichtig. Am Ende werden wir sehen, wozu der Punkt noch gut ist. Sicher denkt man auch mal darüber nach, dass man unter den Strich rutschen könnte, doch auf dem Platz spielt das keine Rolle“, sagte David Blacha.

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