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Handball : Ein „Jenner“ Dethloff jammert nie

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der Kapitän des Zweitligisten HC Empor steht im Job und auf der Platte stets seinen Mann

svz.de von
erstellt am 27.Jan.2014 | 20:46 Uhr

Schneefall Montag Morgen auch in Bützow: Frau Holle sowie die eisigen Temperaturen der vergangenen Tage haben dazu beitragen, dass es bei der Bützower Wärme GmbH einiges zu tun gibt. Jens Dethloff ist in Aktion. Nur mühsam können wir ihm einige Minuten abknöpfen. Ständig ist sein Blick bei den Kollegen an der Biogasanlage. „Wir haben eine Verantwortung für die Wärme rund um Bützow“, sagt der Mannschaftskapitän des Handball-Zweitligisten HC Empor Rostock.

Typisch „Jenner“ – auch bei den Hansestädtern steht er in vorderster Front, ist als Kapitän Bindeglied zwischen
Team und Trainer. Beim HCE und in der Wärme GmbH will er keine Sonderstellung haben. In der Sieben von Trainer Rastislav Trtik spielt der Kreisläufer da, wo ihn der Tscheche hinstellt. Auf der Arbeit nutzt er in keiner Weise die Stellung seines im gleichen Unternehmen tätigen Vaters aus: „Malochen ist hier und da angesagt.“

Jens Dethloff mit seinen Kämpfer-Qualitäten wird auch am Mittwoch im Spiel bei der HSG Tarp-Wanderup gefragt sein: „Wir müssen beide Punkte mitnehmen.“

Die Vorbereitung verlief ohne Vyron Papadopoulos und Roman Becvar (beide international gefordert) sowie durch die Ausfälle von Tom Wetzel und Florian Zemlin nicht gerade optimal: „Wir wissen nicht, wo wir stehen, konnten im Training nicht Sechs gegen Sechs spielen. Der Coach hat aber das Beste daraus gemacht.“

Seit 16 Jahren trägt Dethloff das gelbe Empor-Trikot. „Jenner ist ein wichtiges Bindeglied. Ihn brauchen wir auch über seine aktive Zeit hinaus. Gerade in der momentan schwierigen Zeit hält er die Truppe zusammen“, sagt Empor-Chef Jens Gie-napp. Dazu passt des Statement des Kreisläufers: „Jammern ist nicht an der Tagesordnung. Ich weiß, dass unser Management alles tut, um die Situation zu entspannen. Verständnis habe ich auch für strategische Entscheidungen. Es ist halt so, dass wir zehn Prozent mehr drauflegen müssen.“

Und der 32-Jährige wird noch konkreter: „Die Abwehr ist entscheidend. Hier müssen wir zu alter Qualität zurückfinden. Da sind auch die Torhüter gefragt, um als Einheit den schnellen Übergang zum Konterspiel zu ermöglichen. Das ist momentan unsere Waffe, da wir, was die einfachen Tore aus dem Rückraum betrifft, ohne Tom Wetzel nicht gerade den wurfgewaltigsten besitzen.“

Jens Dethloff wagt keine Prognose für die Rückrunde. Aber er verspricht allen Fans: „Kampf, Kampf und Kampf wird unser Spiel dominieren.“


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