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Rudern : DRV-Boote in Finals ausgebremst

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bei der Europameisterschaft in Belgrad holt nur der Deutschland-Achter den Titel. Die Rostocker Julia Lepke und Stephan Krüger erringen Bronze

Das hatte sich der Deutsche Ruderverband bei der Europameisterschaft in Serbien anders vorgestellt: Nach zwei vielversprechenden „Quali-Tagen“ , an denen die komplette Ruderflotte des DRV die Finals erreichte, wurden die 17 Boote gestern in den Endläufen ausgebremst. Einzig das Flaggschiff, der Deutschland-Achter der Männer, konnte auf dem Save-See seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen.

Bei den Doppelvierern der Frauen (Silber) und Männer (Bronze) waren Weissrussland oder die Ukraine und die Briten ein paar Ruderschläge eher im Ziel. Auch in den Bootsklassen zuvor blieb es „nur“ bei Podiumsplätzen. So ruhte die letzte DRV-Chance auf EM-Gold im
Duell der Flaggschiffe auf Erfolgsgarant Deutschland-Achter. Mit dem Ex-Rostocker Felix Drahotta auf der wichtigen Schlagposition suchte die Crew von Ralf Holtmeyer mit einem Blitzstart die Flucht nach vorn. Russland, Polen und die Briten konnten den Speed der Deutschen folgen. Unerwartet stark ruderten die Russen und attackierten das deutsche Boot bis zum Ende. Schließlich rettete der DRV-Achter seinen Vorsprung von einer knappen Sekunde ins Ziel und verteidigte seinen EM-Titel.

Zu Gold reichte es für die beiden Rostocker Ruderhoffnungen Stephan Krüger und Julia Lepke noch nicht. Dennoch war bei ihnen die Freude über je eine Bronzemedaille nicht minder groß.

Im Doppelzweier holte sich der 25-jährige Rotschopf sein erstes Edelmetall seit der WM 2011. „Nach zweimal Rang vier bei EM und WM im letzten Jahr hatten wir diesmal das Glück der Tüchtigen mit im Boot. Für Bronze mussten wir ja nur den amtierenden Weltmeister aus Norwegen bezwingen“, freute sich Stephan mit Coach Meinhard Rahn und Co-Partner Hans Gruhne (Potsdam) abseits des Podiums. Den Titel gewannen die Vize-Weltmeister Litauen (Rolandas Mascinskas, Saulius Ritter) vor den Neulingen aus Aserbaidschan (Aleksandar Aleksandrov, Boris Yotov).

Kaum schwächer schnitt Polizeimeisterin Julia Lepke an der Bugspitze des deutschen Frauen-Achters ab. Nach einem Ruhetag weiter in Bestform rudernd, musste die „New Eight“ von Coach Thomas Affeldt (Dortmund) nur die starken Rumäninnen und den britischen Frauen den Vortritt im Griff nach Edelmetall überlassen.

„Zwar wurde aus Silber im Vorjahr diesmal Bronze, aber wir freuen uns noch viel mehr über den positiven Trend im Vergleich mit den Besten“, zeigte sich die Rostockerin zufrieden. Das Ziel in dieser Saison bleibt die WM Ende August in Amsterdam.

Dort will auch der Magdeburger Marcel Hacker in Bestform antreten. Die deutsche Nummer 1 im Einer der schweren Männer fischte EM-Silber aus dem Save-Lake. Den Abstand zum Sieger und amtierenden Weltmeister Ondrej Synek konnte er verkürzen und lieferte dem Favoriten einen Kampf bis zum letzten Meter. Für den DRV war es die vierte EM-Silberne in einer neun Medaillen zählenden Bilanz. In der Breite der Finalplätze keine schlechte Position mit Blick auf die WM und die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016.

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