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Ironman-WM auf Hawaii : Drama um Andreas Raelert: Der Magen streikt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Noch während des Marathonlaufs scheint für den Rostocker Triathleten alles möglich, doch dann muss er sich mit einer Energieleistung ins Ziel quälen

Drama um Andreas Raelert bei seiner sechsten Teilnahme an der Ironman-Weltmeisterschaft: Der Triathlet von der TG triZack Rostock ist um eine Hawaii-Enttäuschung reicher. Während der von 2009 bis 2012 vierfache Medaillengewinner im Vorjahr durch einen eingeklemmten Nerv das Rennen nicht beenden konnte, machten ihm diesmal Magenprobleme zu schaffen. Ab Kilometer 16,5 des Marathonlaufs musste „Andy“ mehrere Geh- und Stehpausen einlegen, aber schließlich überquerte er trotz erheblicher körperlicher Schwäche nach 10:49:09 Stunden an Position 864 als Letzter der 36 finishenden Profis den Zielstrich.

Dabei hatte für den Mann von der Ostseeküste alles gut begonnen. Die 3,86 Kilometer Schwimmen im Pazifischen Ozean bei starkem Wellengang meisterte er als 22., befand sich mit einem Rückstand von 31,54 Sekunden auf Schlagdistanz zur Spitze.

Das änderte sich zunächst auch auf der 180,2 km langen Radstrecke nicht. Bei Gegenwind von 40 km/h überholte der Rostocker trotz größer werdenden Abstandes auf den späteren Weltmeister Kienle Kontrahent um Kontrahent und ging mit einem Minus von 12:43 Minuten gemeinsam mit Jan Frodeno, am Ende Dritter, an zehnter Stelle auf den 42,195-km-Marathon.

Auch hier schien für ihn noch alles möglich. Andreas Raelert hielt den Rückstand auf Kienle konstant, absolvierte die ersten 16-einhalb Kilometer auch in der schnellsten Zeit aller Profis und lief auf Position sechs vor. Auf Rang drei fehlten sogar nur noch 3:12 Minuten, fast keimten schon Hoffnungen auf einen erneuten Podestplatz auf.

Doch dann das Aus aller Träume: Der Magen streikte. Für die folgenden 4600 Meter bis zur Hälfte der Distanz benötigte Andreas Raelert, meist gehend, 1:04:42 Stunden. Es bedurfte schon einer wahren Energieleistung, um ein erneutes DNF – did not finish – zu vermeiden.


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