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Handball : Die jüngste Kapitänin der MV-Liga

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Lena Bunke vom SV Warnemünde ist erst 18 und geht doch schon in ihre dritte Saison bei den Frauen.

svz.de von
erstellt am 08.Aug.2017 | 12:00 Uhr

Trotz ihrer gerade mal 18 Lenze gehört Lena Bunke vom SV Warnemünde in der MV-Liga der Handball-Frauen zu den ganz starken Akteuren. In der vergangenen Saison war die Schülerin des Innerstädtischen Gymnasiums, die in diesem Jahr das Abitur ablegte, in 19 von 20 Punktspielen dabei, absolvierte alle Pokalpartien bis zum Final Four und erzielte insgesamt 164 Tore, 27 davon per Siebenmeter.

„Es war eine sowohl lehrreiche als auch interessante Saison. Man hat gemerkt, dass es ein enormer Schritt zwischen dem Jugend- und dem Frauenbereich sein kann. Vor allem die körperliche Härte hat vielen von uns Jungen ziemlich zu schaffen gemacht“, blickt sie zurück.

Doch Angst scheint Lena nicht zu kennen: Schon mit 16 Jahren kam die Rückraumspielerin bei den Frauen zum Einsatz, steckte sehr viel ein, verschaffte sich aber gleichzeitig auch Respekt durch ihr Können am Ball, ihre Antritts- und Wurfkraft und ihr gutes Auge im Torabschluss.

Ängstlich war Lena Bunke, die auf Lehramt für die Gymnasialstufe studieren möchte, auch vor gut zehn Jahren nicht, als sie beim SV Eintracht Rostock unter Peter Itner als Mini mit dem Handballspielen begann, später bis zur C-Jugend von Heinz Börger trainiert wurde. Auch hier spielte sie oft schon bei den älteren Mädchen mit.

Über die Spielgemeinschaft zwischen Eintracht und Warnemünde, weil sie Gefallen am temporeichen und anspruchsvollen Spiel unter SVW-Trainerin Karola Wiegratz fand und weil sie die Möglichkeit sah, sich handballerisch zu verbessern, wechselte sie zum SV Warnemünde.

Ihr Sport ist der 1,76 Meter großen Spielerin nicht in die Wiege gelegt worden, aber die Familie gab ihr immer jede Unterstützung. Ihre Mutter als ihr größter Fan ist heute noch bei fast jeder Partie dabei. Als Fußballer und Judoka ist der Vater ein sportliches Vorbild. Ebenso der ältere Bruder Eric, der seit dem Kindergarten Fußball spielt und jetzt im Kader der Landesliga-Männer des FSV Bentwisch steht.

Lena Bunke hat auch andere Sportarten ausprobiert, schwamm für den SV Olympia und spielte beim EBC kurzzeitig Basketball: „Das hat mir auch alles Spaß gemacht, aber Handball hat mich am meisten mitgerissen. Im linken Rückraum, auf der Mitte, ab und zu auch mal auf Linksaußen, da fühle ich mich richtig wohl.“

Lena Bunke schnupperte auch in den Leistungssport rein, spielte für Rostock per Zweitspielrecht um die Jugend-Bundesliga und war im Länderpokal in der MV-Auswahl des Jahrgangs 1999 in Aktion. „Mein Fokus liegt jetzt aber auf meiner beruflichen Laufbahn. Handball ist und bleibt eine große Leidenschaft“, so die gebürtige Rostockerin, die, obwohl immer noch A-Jugendliche, in ihre dritte Frauen-Saison beim SVW startet: Sie übersprang ein Jahr B-Jugend und die gesamte A-Jugend und fühlte sich dabei pudelwohl.

Trotz vieler sportlicher Erfolge in allen Altersklassen war die Teilnahme am Final Four 2017 in Güstrow ein besonderes Erlebnis für sie. „Es war eine sehr beeindruckende Erfahrung. Unsere Fans haben unseren Auftritt zu einem Heimspiel gemacht, an das wir uns trotz der unglücklichen Niederlage gegen Grün-Weiß Schwerin im Siebenmeterwerfen sehr gerne erinnern.“

Auch für 2017/18 hofft die baldige Studentin auf ein erfolgreiches Abschneiden in der MV-Liga wie auch im Pokal. „Für unser junges Team, das erst ein Jahr zusammenspielt, gab es Höhen und Tiefen. Wir erlebten eine spannende Saison und ließen unsere Trainer mehrfach am Spielfeldrand verzweifeln. Jetzt jedoch schauen wir mit Vorfreude auf das kommende Jahr“, so die jüngste Kapitänin in der MV-Liga der Handball-Frauen. Sie hofft, das Amt der Spielführerin auch künftig ausüben zu dürfen.

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