zur Navigation springen

Shorttrack in Rostock : Die haben so viel Power, da knackt das Eis

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Betty Moeske und Svea Rothe wollen beim Starclass-Heim-Wettkampf ab morgen in der Eishalle Schillingallee ins Europacup-Finale laufen

von
erstellt am 19.Jan.2017 | 12:00 Uhr

Mit sechs Teilnehmern vom gastgebenden ESV Turbine findet ab morgen 10 Uhr in der Eishalle Schillingallee das Finale der dreiteiligen Starclass-Serie 2016/17 für die Shorttrack-Talente der Altersklassen Junior C und D statt. Von den hiesigen Kurzbahn-Eisschnellläufern sind Niklas Escher (15 Jahre), seine 14 Monate jüngere Schwester Lene, Betty Moeske (13), Svea Rothe (13), Daniela Lier (12) und die erst elfjährige Debütantin Franziska Zander dabei.

Die Hoffnungen ruhen vor allem auf Betty und Svea, die in der Gesamtwertung auf den Plätzen sechs bzw. sieben liegen. Mindestens Achte müssen sie am Ende sein, dann wären sie für das Europacup-Finale im März im belgischen Hasselt qualifiziert.#

schickes bild betty und svea
Foto: Peter Richter

Logisch, dass gerade bei diesen beiden die Aufregung groß ist. „Man hat das Gefühl, dass viel von einem erwartet wird. Eine gewisse Anspannung ist schon da, wenn man dort an den Start geht, wo man wohnt und trainiert“, gesteht Betty ein. „Da ist man natürlich aufgeregter, als wenn man in Dresden läuft, wo man keinen kennt außer den Trainer. Aber ich habe mir vorgenommen, mich nicht damit zu beschäftigen, wer alles in der Halle ist und zuguckt, sondern den Fokus auf mich selbst zu richten, dann klappt das schon.“ Svea ergänzt: „Auf der einen Seite ist es gut, wenn man das Publikum hinter sich weiß, aber andererseits hat man auch mehr Druck. Es ist also sowohl positiv als auch ein bisschen negativ, in der eigenen Halle anzutreten.“ Insgesamt aber sind die beiden zuversichtlich und freuen sich darauf, Rostock gut präsentieren zu dürfen.

Dass das Duo Moeske/Rothe ins Europacup-Finale einzieht, daran hat Landestrainer Arian Nachbar überhaupt keine Zweifel: „Ich bin ganz klar davon überzeugt, dass sie das schaffen. Sie sind fleißig im Training, boten in dieser Saison schon gute Wettkampfleistungen auch unter schwierigen Bedingungen an – und die beiden haben soviel Power, da knackt das Eis. Wenn sie im Kopf cool bleiben, sind sie auf alle Fälle dabei.“

An fehlender Anfeuerung wird es nicht scheitern. Betty darf am Wochenende von Schwester Lilly (17) bis hin zu Cousins und Cousinen auf einen mehr als zehnköpfigen Familien-„Fanblock“ zählen. Svea erhält morgen Unterstützung von ihren Mitschülern: Klassenlehrerin Tina Schenkel hat für die 7a vom CJD einen kleinen Ausflug anberaumt.

Haben die beiden eigentlich so etwas wie Glücksbringer dabei? „Nö“, sagt Betty und strahlt: „Wir haben doch uns!“ Und Gold – Gold hat sie auch: auf den Fingernägeln. Wohl kein Zufall, dass sie vor dem bedeutendsten Shorttrack-Wettkampf, den Rostock je erlebte, unter über 100 Nagellack-Sorten, die sie zu Hause hat, gerade diese Farbe wählte. Und kess verkündet sie: „Zur Not habe ich für die Zehen noch Silber.“
Wenn alles nichts hilft, muss Arian Nachbar mit Maskottchen „Shortifant“ eingreifen, das normalerweise im Büro auf dem Regal sitzt.

„Wichtig ist einfach, dass sie nicht die Nerven verlieren. Das ist wie Training zu Hause. Sie sollen das angehen, als wären es Time
Trials (Läufe gegen die Uhr – d. Red.). Die anderen kochen doch auch alle nur mit Wasser“, strahlt der Coach Gelassenheit aus. „Bis jetzt haben wir alles richtig gemacht“, greifen Betty Moeske und Svea Rothe den Gedanken auf. „Jetzt heißt es, positiv an die Läufe heranzugehen, nicht eingeschüchtert zu sein, sondern uns noch mehr zuzutrauen.“ Auf denn: Los geht’s, Mädels!

Internet: www.shorttrackonline.info


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen