Eishockey-Oberliga : Dickmanns ist hochzufrieden

Stürmer Phil Bergemann, der am 15. Oktober seinen 20. Geburtstag feierte, ist einer der vom neuen REC-Trainer Sergej Hatkevitch geförderten Jung-Piranhas.
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Stürmer Phil Bergemann, der am 15. Oktober seinen 20. Geburtstag feierte, ist einer der vom neuen REC-Trainer Sergej Hatkevitch geförderten Jung-Piranhas.

Chef der REC Piranhas im Interview: „Für mich ist es bislang in meiner letzten Amtsperiode als Präsident eine schöne Saison“

Die Piranhas des Rostocker Eishockey-Clubs haben am Wochenende frei. Aufgrund des Vier-Länder-Turniers um den Deutschland Cup pausiert auch die Oberliga Nord. REC-Präsident Peter Dickmanns zieht im Gespräch mit NNN-Mitarbeiter Arne Taron eine Zwischenbilanz der noch jungen Saison.

Herr Dickmanns, die Piranhas liegen mit 13 Punkten aus sieben Spielen auf Rang fünf. Sind Sie zufrieden?
Peter Dickmanns: Ja, sehr. Wir nahmen nach der vorigen Saison einige Wechsel vor. Damit war im Umfeld nicht jeder einverstanden. Jetzt haben wir vielleicht keine Stars mehr, aber dafür ein echtes Team. Den Hannover Scorpions haben wir am vergangenen Sonntag beim 5:2 nicht den Hauch einer Chance gelassen. Ich denke, je länger die Serie dauert, desto klarer wird man sehen, wie gut und wie fit diese Mannschaft wirklich ist.

Mit der Arbeit von Trainer Sergej Hatkevitch sind Sie also ebenfalls zufrieden?
Absolut! Er hat die Truppe top vorbereitet. Auch in dieser Woche wurde noch einmal Kondition gebolzt. Die Jungs sind fit und werden noch fitter. Jeder bekommt bei ihm seine Einsatzzeiten und Chancen. Selbst ein Phil Bergemann, der gerade erst 20 geworden ist, spielt bei ihm in Über- oder Unterzahl. Punktegeile Spieler gibt es nicht mehr, alle haben das gleiche Ziel und wollen gewinnen. Es macht schon Spaß, dieser Mannschaft zuzuschauen. Wir haben Sergej ja aber auch sorgfältig und lange ausgesucht. Er soll mehr Einfluss nehmen und damit auch mir etwas abnehmen, und das macht er. Seine Arbeit mit dem Nachwuchs passt ebenfalls super.

Zu den bisherigen Heimspielen kamen stets fast 1000 Zuschauer in die Eishalle Schillingallee…
Die Zuschauerzahlen sind in der Tat auf hohem Niveau und steigend. Das freut uns natürlich. Die, die kamen, haben auch einiges geboten bekommen. Ich denke, das Team zieht die Fans mit. Wenn wir verlieren, dann nur mit viel Kampf und Gegenwehr. Deshalb kann ich allen nur raten, für das Heimspiel gegen Tabellenführer Braunlage am Sonntag, 7. Dezember, die Vorverkaufsstellen zu nutzen, denn es sind jetzt schon viele Karten weg.

Gibt es auch etwas, was Ihnen nicht so passt?
Ja, unsere zuletzt vielen Strafen. Da müssen gerade unsere jungen Leute in einigen Aktionen etwas abgezockter werden und ihre ungestüme Herangehensweise ablegen. Mit vielen Strafzeiten machen wir es uns in engen Partien selbst unnötig schwer. Wenn man auch sagen muss, dass mitunter die Schiedsrichter-Leistungen nicht die besten waren. Für mich ist es aber bislang in meiner letzten Amtsperiode als Präsident eine schöne Saison.

Noch ein Satz zu der nach 25 Spielminuten beim Stand von 3:2 für den REC abgebrochenen Begegnung beim Hamburger SV…
Es ist entschieden worden, dass die Partie neu angesetzt wird. Termin soll der 25. Januar sein. An diesem Wochenende werden wir dann zwei Auswärtsspiele haben. Wir akzeptieren die Entscheidung. Nach wie vor bin ich aber der Meinung, dass das mit dem Nebel vorhersehbar war und ein Oberliga-Verein da durchaus Vorkehrungen treffen kann.

Was sagen Sie zur der Ausgeglichenheit und Spannung in der Oberliga Nord?
Das war so zu erwarten. Die Crocodiles haben noch so ihre Probleme mit der Kondition, dass Wedemark und Nordhorn etwas abfallen, kommt ebensowenig überraschend wie dass die Hannover Indians so stark sind. Ich hoffe, dass die Indians das auch finanziell durchhalten und nicht zum fünften Mal in der Zeit, seit ich Präsident beim REC bin, Pleite gehen. Dass die Harzer Falken Braunlage so stark sind, damit habe ich persönlich ebenfalls gerechnet, schließlich haben sie mit Bernd Wohlmann einen schlauen Trainer, den zweitbesten der Liga. Fakt ist, wir haben fast ausnahmslos Partien, in denen beide Mannschaften Eishockey spielen wollen und können. Das war in der Vergangenheit eher die Ausnahme, heute ist es die Regel.
 

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