Rudern : Deutsche Flotte auf Rotsee in Luzern gefordert

Der Rostocker Stephan Krüger (l.) will mit Partner  Hans Gruhne im Doppelzweier mindestens unter die Top-Sechs.
Der Rostocker Stephan Krüger (l.) will mit Partner Hans Gruhne im Doppelzweier mindestens unter die Top-Sechs.

Die deutsche Ruderflotte ist am Wochenende beim Weltcup-Finale auf dem Rotsee in Luzern gefordert. Dabei wollen sich auch die Rostocker Starter in den einzelnen Booten nochmals für die WM empfehlen.

svz.de von
11. Juli 2014, 10:00 Uhr

Mit 24 Booten nominierte DRV-Cheftrainer Marcus Schwarzrock die an Teilnehmern stärkste aller 44 Ruderflotten für das Weltcup-Finale auf dem schweizerischen Rotsee. „750 Athleten in 317 Booten nutzen Luzern für die letzte ernsthafte WM-Generalprobe, um dann mit der nötigen Portion Selbstvertrauen in die allerletzte und geheime Trainingsphase bis zum Saisonhöhepunkt abzutauchen“, bekräftigt der sportliche Chef der deutschen Ruderelite die Bedeutung der morgen beginnenden Rennen auf einem der fairsten Ruderreviere weltweit.

Mittendrin statt nur dabei sein wollen auch die Besten aus der Rostocker Talentschmiede. Neben der 33-jährigen „Grand Dame“ Marie-Louise Dräger im nichtolympischen Einer der leichten Frauen starten Julia Lepke im Achter und Stephan Krüger im Doppelzweier mit Ambitionen Richtung Podium. „Luzern ist mein Höhepunkt der Saison. Mein Verein, der Olympische RC, hat mir Startplatz zwei im DRV-Team finanziert, wofür ich mich bedanke“, sagt Dräger, die aus beruflichen sowie privaten Gründen und mit Blick auf die Vorbereitungen für die Olympia-Quali für Rio de Janeiro 2016 auf die WM-Teilnahme verzichtet.

Lepke und Krüger testen dagegen den WM-Ernstfall und wollen wie bei der EM in Zagreb mindestens Bronze erbeuten. Für Beide lief es beim Frankreich-Weltcup nicht nach Plan. „Sowohl im Achter als auch im Doppelzweier wurde experimentiert, verbessert hat sich dabei nichts“, so Heimcoach Meinhard Rahn mit Blick auf den vor drei Wochen absolvierten Selbstversuch. Jetzt ist wieder alles im grünen Bereich und die Athleten vor den Duellen mit den Weltbesten hochmotiviert.

Während im Achter der Frauen die US-Girls als Abo-Siegerinnen der vergangenen Jahre fehlen, bekommen es Krüger/Gruhne mit 22 weiteren Duos zu tun. „Es muss definitiv mehr als zuletzt ein siebenter Weltcuprang werden“, so Krüger.

Im Deutschlandachter mit dem Ex-Rostocker Felix Drahotta wird weiter experimentiert. DRV-Coach Holtmeyer kommandierte Drahotta in den „Maschinenraum“ ab und setzte Bugmann Felix Wimberger (Passau) auf die Position des Schlagmanns.

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