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FC Hansa Rostock : Der Mannschaftsbus ist schon unterwegs

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Über 2800 Kilometer ins Winter-Trainingslager nach Spanien / Verein spart so die ständigen Übergepäck-Kosten am Flughafen ein

Sechs und ein Vierteljahr alt ist der Mannschaftsbus des Fußball-Drittligisten FC Hansa inzwischen, aber so eine Mega-Tour wie gegenwärtig hatte der 480 PS starke Neoplan Starliner noch nie zu bewältigen: Am Donnerstag gegen 20 Uhr nahm das Gefährt die 2800 Kilometer bis ins Winter-Trainingslager in Spanien in Angriff.

„Das haben wir noch nie gemacht, das ist für uns Neuland“, sagt Teammanager René Chaberny. Grund für die Maßnahme sei, dass Kosten gespart werden sollen: „Wir mussten sonst am Flugplatz immer ein paar tausend Euro wegen Übergepäcks bezahlen. Wir hatten jedesmal über eine Tonne zuviel. Und so kann jetzt zum Beispiel Physiotherapeut Tobias Hamann sogar seine eigene Massagebank mitnehmen.“

Am Steuer sitzt Stammfahrer Heiko Aschenbrenner, der sich spätestens alle viereinhalb Stunden mit seinem Co-Piloten Tino Röpke abwechselt. „21 Stunden haben wir Zeit, also ungefähr bis Freitag 17 Uhr, dann muss der Bus irgendwo neun Stunden stehen. Das wird wahrscheinlich in der Nähe von Nimes sein, wo wir übernachten, bevor wir am nächsten Morgen weiterfahren“, informiert „Aschi“.

„In Südfrankreich sind wir so 800 bis 900 Kilometer vor dem Ziel“, schätzt Zeugwart Andreas Thiem, der auch mit an Bord ist. „Ich denke, wir werden Sonnabend Nachmittag im Quartier im La Manga Club eintreffen. Für mich ist das auch eine neue Erfahrung. Der Vorteil ist, dass wir in Ruhe auspacken können und nicht wie sonst bei der Ankunft schon innerhalb kurzer Zeit alles für das erste Training beisammen haben müssen.“

Thiem, sein Assistent Peter „Ratte“ Rodert, Physiotherapeut Frank Scheller & Co. waren am Donnerstag schwer beschäftigt, den Bus zu beladen. Was da aber auch wieder alles zu verstauen war: allein an Klamotten u. a. vier Trikotsätze (je zwei in Blau-Weiß und Gelb), jeweils 100 Trainingsanzüge, Regenjacken, T-Shirts und Paar Stutzen, dreimal 30 Garnituren Funktionsunterwäsche… Dazu kamen die Kisten mit Tapes, Spritzen und Medizin, weiterhin Hütchen, Slalomstangen, 30 bis 40 Bälle, Kanister mit Elektrolyt-Getränkepulver, auch zwei Fußballtennis-Netze.

Während das Fahrzeug mit dem Riesen-Hansa-Logo am Heck (2,60 m im Durchmesser) etwa 45 Stunden lang vorwiegend auf der Autobahn unterwegs sein wird, kommt die Mannschaft erst am Sonntag per Flieger von Berlin-Tegel, um dann mittags am Airport Alicante – vom eigenen Bus abgeholt zu werden.


 

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