2. Handball-Bundesliga : Der HC Empor und seine „Angst“ vor dem Briefträger

Für Länderspiele angefordert: Vyron Papadopoulos
Für Länderspiele angefordert: Vyron Papadopoulos

Rostocker müssen mehrere Nationalspieler abstellen

svz.de von
07. März 2014, 08:08 Uhr

Beim Handball-Zweitligisten HC Empor schauen die Verantwortlichen jeden Tag mit Besorgnis in den Briefkasten oder in das E-Mail-Postfach. Anforderungen von Rostocker Aktiven zu Länderspielen werden erwartet. Und das mitten in der Meisterschaft. So steht die für den 6. April angesetzte Partie gegen den ASV Hamm-Westfalen mehr als auf der Kippe. Die Europäische Handball-Föderation EHF hat in ihrem Terminkalender den 4. bis 6. April für internationale Aufgaben freigegeben. Die Deadline in Sachen Spielerabstellung läuft. Entsprechend EHF-Regularien haben die nationalen Verbände bis drei Wochen vor dem Termin Anforderungen bei den Vereinen einzureichen.

„Für Linksaußen Vyron Papadopoulos liegt bereits ein Ersuchen seines Verbandes vor“, informiert Monique Buchfink von der Geschäftsstelle des HCE. Die Griechen bereiten sich mit einem Turnier auf die weitere Qualifikation für die im Januar 2015 stattfindende Weltmeisterschaft in Katar vor. Die Hellenen richten den Fokus auf die Play-off-Spiele gegen Mazedonien im Juni. Auch für Empor-Regisseur Roman Becvar läuft der Ticker. Tschechien muss auf dem Weg nach Katar die Fahrkarten im Duell mit Serbien lösen. Am „Hamm-Wochenende“ wird ebenfalls geprobt.

Die genannten zwei Personalien scheinen aber noch nicht das Ende der Fahnenstange zu sein. Das Dilemma machen Qualifikationsturniere für die U20-Europameisterschaft perfekt. Auch hier hätte der Traditionsverein Freigabe-Verpflichtungen. Nemanja Mladenovic ist Kandidat für die serbische Nationalmannschaft, die genau in dieser Zeit daheim auf Portugal, Großbritannien und die Niederlande trifft. Einstellen müssen sich die Ostseestädter auch auf die Anforderung von Jakub Zboril. Der 18-jährige Linksaußen könnte von der tschechischen U 20 „einbestellt“ werden, die vom 4. bis 6. April in Prag gegen Dänemark, Polen und Slowenien um die Tickets für die Europameisterschaft in Österreich kämpft.

„Nun ist Jens Dethloff als unser neuer Sportlicher Leiter das erste Mal gefragt und muss in Absprache mit dem Trainer und der Gastmannschaft unter Berücksichtigung der Hallenkapazitäten das Beste aus der Problematik machen“, sagt Jens Gienapp, Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH.

Bei Empor wird gehofft, dass nicht auch noch das Heimspiel am 30. März gegen Neuhausen betroffen ist.

Weiter geht es für den HCE (12./24:22) in der 2. Bundesliga am Sonntag um 16.30 Uhr in der Stadthalle gegen die HSG Nordhorn-Lingen (4./28:18).

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