2. Handball-Bundesliga : Der HC Empor und das „Moorbad“ Bad Doberan wollen enger zusammenarbeiten

Zwei Doktoren unter sich: Chefarzt Dr. Peter Kupatz (rechts) stellt Empor-Trainer Dr. Rastislav Trtik die Konzeption der sportmedizinischen Betreuung im „Moorbad“ Bad Doberan, eine Dr. Ebel Fachklinik, vor. Beide Seiten wollen die Zusammenarbeit intensivieren.
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Zwei Doktoren unter sich: Chefarzt Dr. Peter Kupatz (rechts) stellt Empor-Trainer Dr. Rastislav Trtik die Konzeption der sportmedizinischen Betreuung im „Moorbad“ Bad Doberan, eine Dr. Ebel Fachklinik, vor. Beide Seiten wollen die Zusammenarbeit intensivieren.

Dr. Peter Kupatz, Ärztlicher Direktor und Chefarzt des „Moorbades“ Bad Doberan und Dr. Rastislav Trtik, Trainer des HC Empor Rostock, sprachen über die Verbesserung der sportmedizinischen Betreuung der Zweitliga-Handballer.

svz.de von
09. Dezember 2013, 18:16 Uhr

Zwei Doktoren an einem Tisch im „Moorbad“ Bad Doberan, einer Dr. Ebel Fachklinik: Der eine, Dr. Peter Kupatz, promovierte auf dem Gebiet der Orthopädie, der andere, Dr. Rastislav Trtik, in Sachen Pädagogik. Der Anlass des Treffens: die Verbesserung der sportmedizinischen Betreuung der Zweitliga-Handballer des HC Empor Rostock. „Neben unseren aktuellen Teamärzten und Physiotherapeuten möchten wir Dr. Kupatz sozusagen als koordinierenden ,Oberguru’ mit ins Boot holen“, erklärt der Empor-Coach.

Dr. Kupatz, auch Facharzt für Physikalische und Rehabilitive Medizin, ist Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik, ein anerkannter Sportmediziner, Chirotherapeut und Fachmann auf dem Gebiet von Naturheilverfahren. Es gibt fast Top-Athleten aus Mecklenburg-Vorpommern, der nicht durch seine Hände gegangen ist. Kugelstoßer Ralf Bartels aus Neubrandenburg oder Rostocks Vorzeigeruderer Stephan Krüger sowie viele Empor- und Hansa-Spieler sind nur einige Beispiele.

Das Herz des Mediziners – zwischen dem HCE und dem „Moorbad“ besteht ein Kooperationsvertrag – schlägt besonders für den Handball. Schließlich jagte der 63-Jährige früher selbst dem runden Leder nach. Tom Wetzel (Wadenbeinanbruch), Roman Becvar (Achillessehnen-Problemen) und weitere HCE-Akteure gehen nach Überweisungen durch die Mannschaftsärzte der Rostocker in der Fachklinik ein und aus.

Das große Thema der beiden Doktoren war die Überlastung eines Großteils der Stammspieler, die beim anspruchsvollen Deckungssystem und dem auf Tempo ausgerichteten Angriffsspiels meist 60 Minuten durchpowern. „Die Jungs laufen seit einiger Zeit voll auf Reserve. Der Sprit ist fast alle“, sagt Dr. Trtik.

Für den Mediziner Dr. Peter Kupatz kein Wunder: „Verletzungen treten vor allem im letzten Saisonviertel auf.“

Das 26:42 der Rostocker zuletzt in Essen machte das deutlich. Dr. Trtik und Dr. Kupatz diskutierten lange über die Vielfalt der medizinischen, traumatologischen und rehabilitiven Behandlung im Sport. „Das Gespräch hat mir sehr viel gegeben. Einige Dinge hatte ich bisher ein wenig anders gesehen. Auch als erfahrener Trainer kann ich noch dazulernen“, sagt ,Rasti’.

Zuwächse in der Muskelmasse durch Hanteltraining sind nicht Allheilmittel. „Das muss individueller angegangen werden“, sagt der Sportarzt. Diskutiert wurde auch über die sportgerechte Ernährung – Tabu für Burger-Läden – und weitere Themen der leistungssportlichen Prävention und Rehabilitation. Einig waren sich beide Seiten, die Zusammenarbeit künftig noch enger zu gestalten. „Als erste Maßnahme werden wir in der Vorbereitung auf die Rückrunde im Januar eine sportmedizinisch ausgerichtete Eingangsuntersuchung vornehmen“, kündigte Dr. Peter Kupatz an.

Für Dr. Rastislav Trtik ist die Gewinnung des Orthopäden und Sportmediziners wie ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk: „Ich denke, dass wir 2014 in allen sportmedizinischen Punkten besser aufgestellt sind.“

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