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FC Hansa : Déjà-vu am 34. Spieltag

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker müssen wie in Vorsaison um Klassenerhalt bangen / Nur noch sieben Punkte Vorsprung auf ersten Abstiegsplatz

Der FC Hansa ist nach der 2:4-Pleite gegen Preußen Münster, der 14. Saisonniederlage, auf Rang zwölf der 3. Liga durchgereicht worden. Damit hat die Mannschaft auch ihr letztes Saisonziel, sich mit Rang vier direkt für den DFB-Pokal zu qualifizieren, endgültig aus den Augen verloren. Stattdessen müssen sich die Rostocker wie schon zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr in der Tabelle nach unten orientieren. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz (18.), auf dem derzeit die SV Elversberg steht, beträgt vier Partien vor Saisonende nur noch sieben Zähler.

„Ich sehe mir nicht die Tabelle an. Wichtig ist, von Tag zu Tag zu schauen und endlich mal wieder zu punkten“, wollte sich Interims-Trainer Robert Roelofsen keine Abstiegs-Szenarien ausmalen.

Ohnehin ist es fraglich, ob der Niederländer, der sich gestern für eine verbale Entgleisung gegenüber eines Fans entschuldigte, im Spiel am Sonnabend bei Wacker Burghausen noch auf der Bank sitzt. „Ich habe mich hier voll auf meinen Job konzentriert. Was hier nächste oder übernächste Woche passiert, weiß ich nicht. Das müssen Sie die Verantwortlichen fragen“, sagte Roelofsen.

Klar ist, der Neue wird die schwankende Kogge in keiner einfachen Situation übernehmen. Mehr als den vorzeitigen Klassenerhalt hätte er in dieser Spielzeit ohnehin nicht mehr zu gewinnen. „Wer auch immer plötzlich in der Kabine steht und seine Ansprache hält, er wird den Ehrgeiz haben, das Maximale aus uns herauszuholen“, sagte David Blacha, der in seiner noch jungen Profi-Laufbahn schon etliche Fußball-Lehrer kommen und gehen sah.

Unabhängig davon will sich der 23-Jährige auf einen Kampf um den Klassenerhalt erst gar nicht einstellen. „Ich glaube nicht, dass wir alle vier restlichen Spiele verlieren. Deshalb rutschen wir auch nicht mehr da unten rein. Wir haben zwei krasse Wochen hinter uns und müssen jetzt einfach den Mund abputzen und weitermachen“, forderte Blacha.

Nur Kapitän Sebastian Pelzer hatte nach dem 1:0-Sieg Anfang März bei Borussia Dortmund II so eine Ahnung, dass der Abstand nach unten nicht ausreichen könnte. „Aber zu viel darüber nachdenken bringt auch nichts. Wir müssen unsere Hausaufgaben erledigen und uns in den verbleibenden vier Spielen ordentlich aus der Saison verabschieden. Dann wird im Sommer aufgetankt.“ Und schon wieder ein Neuanfang gestartet.

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