2. Handball-Bundesliga : Das war ein grausamer dritter Advent

Der kleine Vyron Papadopoulos  (1,78 m) konnte den Hüttenberger Hünen – hier Alois Mraz (1,96 m) und Andreas Scholz  (1,85 m) – noch am ehesten Paroli bieten, erzielte 14 und damit über die Hälfte der Rostocker Treffer. Fotos: Georg scharnweber (3)
Der kleine Vyron Papadopoulos (1,78 m) konnte den Hüttenberger Hünen – hier Alois Mraz (1,96 m) und Andreas Scholz (1,85 m) – noch am ehesten Paroli bieten, erzielte 14 und damit über die Hälfte der Rostocker Treffer. Fotos: Georg scharnweber (3)

Empor-Handballer unterliegen TV 05/07 Hüttenberg mit 26:29 / Allein Vyron Papadopoulos macht das Treiben verrückt

svz.de von
15. Dezember 2013, 21:47 Uhr

Das war nichts! Nichts hinsichtlich der Leistung der Empor-Handballer, wenig vom als 29:26(16:13)-Sieger vom Parkett gehenden TV 05/07 Hüttenberg und auch kein Zweitliga-
Niveau der Nachwuchs-Schiedsrichter Patrick Arndt/Christian Kobilke. Der 27- und der 23-Jährige waren mit der harten, von viel Schauspieleinlagen der Gäste geprägten Begegnung sichtlich überfordert.


Schiedsrichter lassen Gäste-Schauspieleinlagen zu


Die Hansestädter müssen sich aber vor allem an die eigene Nase fassen. Außer anfänglich sehr guten Paraden von Robert Wetzel mit u. a. zwei gehaltenen Siebenmetern, den Stärken im Umkehrspiel und in der zweiten Welle über Lukas Gamrat hatte der HC „Papadopoulos“ – allein der kleine Grieche machte das Treiben gegen die Hessen verrückt – wenig an Durchschlagskraft beizusteuern. Den Einheimischen fehlt einfach ein Shooter aus der zweiten Reihe.

Die Gäste stellten sich mit 6:0 hinten rein, machten den Laden dicht und verleiteten den körperlich unterlegenen Gastgeber immer wieder zu Fehlwürfen oder zu ewiger Querspielerei in der Mitte. Die Quittung: 16 „Ladehemmungen“ bei Würfen und eine hieraus resultierende Angriffseffektivität von nur knapp 40 Prozent vor dem Wechsel.

Durch den Verzicht auf Tom Wetzel – Beschwerden am operierten Bein – sowie zwei Strafen für Roman Becvar innerhalb kürzester Frist und somit Disqualifikations-Gefahr musste der Rostocker Coach Dr. Rastislav Trtik seinen tschechischen Landsmann in der Deckung sogar aus der Schusslinie nehmen. Gegen die einschläfernden Aktionen der Gäste fand der HC Empor gestern einfach zu wenig Einstellung, lief über die Stationen 3:6 (11.) und 5:6 (13.) dem Geschehen hinterher.

Trotz aller spielerischen Mängel kämpften die Männer von der Küste bis zum Schluss gegen die zweite Heimniederlage der Saison an. Beim 23:23 (52.) waren sie dran, schien das Geschehen doch noch in die gewollte Richtung zu laufen.

Doch die Rechnung wurde ohne die Herren Schiedsrichter aus Sachsen-Anhalt gemacht. Nach dem 23:26 (56.) stellte Trtik in einer Auszeit auf 3:3-Deckung um – mit Erfolg: 25:26 nach 56:32 Minuten. Aber wieder machten Arndt/ Kobilke den „Spaß“ nicht mit, bedachten Rostock, das als nunmehr Sechster bei einer Niederlage am Mittwoch beim Zweiten Bietigheim auf Position zehn zurückfallen könnte, mit einer Trainer-Zeitstrafe. Das war wahrlich ein grausamer dritter Advent!

Rostock: R. Wetzel, Kominek – Gruszka 1, Milde 2, Zemlin 2, Becvar 1, Papadopoulos 14/8, Flödl, Gamrat 6, Dethloff, Barten, Porath (nicht eingesetzt), Zboril (n. e.)

Hüttenberg: Ritschel, Schomburg – Pechstein 2, Lambrecht, Faulenbach, Wernig 6/1, Warnke 9/7, Scholz 4, Mraz 2, Femandes 2, Mappes 1, Schmidt 3, Ludwig

Siebenmeter: Rostock 9/8, Hüttenberg 9/7

Zeitstrafen: Rostock 8, Hüttenberg 2 Minuten

Schiedsrichter: Arndt/Kobilke (beide SV Eiche 05 Biederitz). Zuschauer: 2800

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