FC Hansa : Dahlmann packt mit an

Michael Dahlmann packt  an: Der Hansa-Chef half gestern bei der Sammelstelle der Tafeln in Rostock aus. Von der Mannschaft erwartet er heute ähnliches Engagement.  Fotos: Georg Scharnweber
Michael Dahlmann packt an: Der Hansa-Chef half gestern bei der Sammelstelle der Tafeln in Rostock aus. Von der Mannschaft erwartet er heute ähnliches Engagement. Fotos: Georg Scharnweber

Hansas Vorstands-Chef hilft bei den Tafeln aus und erwartet von seinem Team wieder attraktiven Fußball

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29. März 2014, 10:00 Uhr

Gestern Morgen im Fischereihafen Rostock. Aus allen Richtungen rollen Kleintransporter auf den Hof. Eilig entladen Mitarbeiter Paletten mit Lebensmitteln und schieben sie in ein Lager. Drinnen, in der zentralen Sammelstelle, sortieren Helfer Obst und Gemüse in grüne Klappboxen, die wenig später zu den fünf Ausgabestellen der Hansestadt geliefert werden. Mittendrin steht Hansa-Boss Michael Dahlmann und packt mit an.

„Ich wollte mir einen Überblick verschaffen, wie die Tafeln arbeiten. Klar, dass ich da auch selbst mit Hand anlege“, sagt der 36-Jährige, der von Pressesprecher Lorenz Kubitz unterstützt wird. Der Ortstermin ist dem Vorstandsvorsitzenden eine Herzensangelegenheit: „Ich bin schwer beeindruckt, wie viele Leute sich hier engagieren, um Bedürftigen Lebensmittel zu beschaffen“, staunt Dahlmann.

Tags zuvor hatte der Traditionsclub seine Solidarität mit den Deutschen Tafeln bekundet (NNN berichteten). Passend dazu wird Hansa im heutigen Spiel gegen die Stuttgarter Kickers mit Trikots auflaufen, auf denen das Logo der Tafeln prangt.

Ein gutes Omen? Schließlich wartet Hansa in diesem Jahr weiter auf den ersten Heimsieg. Die miserable Bilanz stößt auch Dahlmann bitter auf. „Ich hoffe, dass die Mannschaft anders auftritt als zuletzt und wieder Fußball anbietet, der Spaß macht.“ Eben jenes Credo, das der Verein vor der Saison ausgegeben hatte, um mehr Fans ins Stadion zu locken. Ein Vorhaben, das bislang nur sporadisch aufging. „Gegen Elversberg kamen mehr als 10 000 Zuschauer in die Arena. Das hätte vor der Saison niemand für möglich gehalten. Leider sind wir 2014 von diesem Weg etwas abgekommen“, muss der Vorstands-Chef eingestehen.

Der Rückgang der Zuschauerzahlen – heute werden weit weniger als 8000 Fans erwartet – schlägt sich naturgemäß auf die Bilanzen des finanziell klammen Clubs nieder. Für Dahlmann ein Ärgernis: „Der Verein ist im Aufbruch. Wir haben viele Aktionen gestartet, hunderte neue Mitglieder gewonnen und liegen wirtschaftlich auf Kurs. Da schlagen solche Abweichungen zu Buche.“ Insofern sei heute die Mannschaft gefordert, den Fans endlich wieder ansehnlichen Fußball zu bieten – und mit anzupacken.

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