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FC Hansa : Chaoten zerlegen eigenes Stadion

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Randale bei Partie gegen RB Leipzig / 30 Polizeibeamte verletzt

svz.de von
erstellt am 27.Apr.2014 | 20:32 Uhr

Wieder einmal sorgen so genannte Fans des Fußball-Drittligisten Hansa Rostock für Negativschlagzeilen. Am Sonnabend beim Heimspiel gegen RB Leipzig (0:1) verließen während der Halbzeitpause zum Teil vermummte Personen in großer Anzahl die Südtribüne der DKB-Arena und versuchten Farbbeutel und Gegenstände in den Gästefan-Bereich zu werfen. Als Kräfte der Polizei dies verhindern wollten, wurden die Beamten selbst zur Zielscheibe der Aggressionen. Die Chaoten zerlegten dabei Sanitäreinrichtungen des Stadions und benutzten die zertrümmerten Gegenstände als Wurfgeschosse. „Es wurden massiv Polizeibeamte und Ordner angegriffen. Das hatte nichts mit sportlicher Rivalität zu tun“, sagte Michael Ebert, Leiter der Polizeidirektion Rostock. Erst mit einem Großaufgebot gelang es der Polizei, die Randalierer zurückzudrängen.

Gemeinsam mit dem Verein werden die Beamten alles unternehmen, die Straftäter zu identifizieren, um diese künftig von Spielen auszuschließen. „Gewalt hat beim FC Hansa nichts zu suchen. Wir distanzieren uns auf das Schärfste von den Tätern, die die präventive Arbeit des Vereins durch solche schwachsinnigen Aktionen konterkarieren“, so Hansa-Vorstandsmitglied Rainer Friedrich.

Auch Landes-Innen- und Sportminister Lorenz Caffier (CDU) verurteilte die Ausschreitungen und Angriffe auf die Polizei. „Die Fußball-Chaoten haben nicht nur sich erneut ins Abseits gestellt, sondern auch dem Verein und der Stadt einen großen Imageschaden zugefügt“, so Caffier.

Es wurden unter anderem 30 Polizeibeamte verletzt. Ein Tatbestand, den der Innenminister nicht dulden will: „Es müssen mit Hansa Wege gefunden werden, wie wir die Gewalt im Stadion verhindern können. Die Süd-Tribüne wieder zu schließen oder die ein oder andere Partie als Geisterspiel durchführen zu lassen, halte ich hier als letzte Mittel nicht ausgeschlossen.“

Für den Club sind die Vorfälle erneut mehr als schädlich, erhofft sich Hansa doch von der Landesregierung einen dringend benötigten Schuldenschnitt und ringt mit dem Deutschen Fußball-Bund in einem bereits laufenden Verfahren um eine Milderung von Sanktionen nach früheren Randalen.

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