Laufsport : Bunter Tross lässt das Jahr ausklingen

Startschuss: Pünktlich um 10 Uhr nahmen die 307 Teilnehmer an der Sporthalle in der Erich-Schlesinger-Straße   ihre jeweiligen Strecken über  3,6, 7,2, 11 und 24 Kilometer in Angriff.
Startschuss: Pünktlich um 10 Uhr nahmen die 307 Teilnehmer an der Sporthalle in der Erich-Schlesinger-Straße ihre jeweiligen Strecken über 3,6, 7,2, 11 und 24 Kilometer in Angriff.

35. Silvesterlauf des ESV Lok Rostock / 307 Teilnehmer auf vier Distanzen / Tom Gröschel und Karl Schreiber teilen sich Sieg über 24 Kilometer

svz.de von
29. Dezember 2013, 22:20 Uhr

Sie kamen spät, aber dann zahlreich: Zum 35. Silvesterlauf in Rostock strömten am Sonnabendmorgen 307 Sportler in die Sporthalle an der Erich-Schlesinger-Straße. Klar, dass sich da am Anmeldetisch eine lange Warteschlange bildete und sich einige Spätentschlossene in Geduld üben mussten. „Unser Lauf kommt jedes Jahr gut an, alle haben viel Spaß daran“, sagte Reinhold Oswald vom ESV Lok Rostock, der gut 70 Teilnehmer mehr als 2012 begrüßte.

Bei dem Trubel gingen die Ansagen des Organisators zur Streckenführung fast unter. Umso erstaunlicher, dass Oswald ganz pünktlich um 10 Uhr vor der Halle den Startschuss auf vier Distanzen gab. Dann setzte sich der bunt gemischte Tross über 3,6, 7,2, 11 und 24 Kilometer Richtung Papendorf in Bewegung. Neben den altbekannten Laufgruppen aus Rostock und Laage sowie den Triathleten vom TC FIKO und der neu gegründeten TG triZack mischten sich viele Hobby-Läufer und Nachwuchs-Talente der Region unter das Feld. Manch einer bewältigte das Rennen sogar mit seinem Sprössling im Kinderwagen oder mit seinem Hund.

Dabei ging es – ganz im Sinne der Veranstalter – nicht um Platzierungen und schnelle Zeiten, sondern um den Spaß und das Miteinander. „Viele wollen das alte Jahr in der Familie und mit Freunden gemeinsam sportlich verabschieden“, hob Oswald das Ansinnen des Silvesterlaufes hervor.

Dennoch ließen die ambitionierten Athleten der Hansestadt, die den Lauf als Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen nutzten, nicht den Sieg nehmen. Über den „langen Kanten“ kamen wie schon im Vorjahr Cross-Spezialist Tom Gröschel und sein Kumpel Karl Schreiber, der seit zwei Jahren mit einem Sport-Stipendium im US-Bundesstaat Texas lebt, studiert und trainiert, zeitgleich ins Ziel und teilten sich ganz fair den Pokal. Schnellste der nur vier auf der Langstrecke angetretenen Damen war Triathletin Dorit Westphal vor Stefanie Holzmüller vom SC Laage.

Über elf Kilometer setzte sich mit FIKO-Talent Johann Buttler (15) ebenso ein Triathlet durch wie über sieben Kilometer Dennis Weu (TG triZack), der seinen Vorjahres-Titel verteidigte. Vereinskamerad Jonas Pöhnert hatte über 3,6 Kilometer die Nase vorn.

Im Ziel, in dem die Zeiten diesmal nicht handgestoppt wurden, sondern für jeden Läufer auf einem Bildschirm ablesbar waren, warteten auf alle kleine Preise wie ein Kalender und ein Fläschchen Sekt. Während sich die Kinder Spielzeug aussuchten, bildete sich am Anmeldetisch wieder eine lange Schlange – für die Ausstellung der Urkunden.

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