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Boxen : Brähmer erwartet „heißen Tanz“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Box-Weltmeister verteidigt am 21. März in Rostock Titel. Erstes deutsch-deutsches WM-Duell im Halbschwergewicht seit 15 Jahren.

So harmonisch verlief eine Pressekonferenz vor einem Box-Kampf selten. Ohne Säbelrasseln und markige Sprüche stimmten Weltmeister Jürgen Brähmer und sein Herausforderer Robin Krasniqi gestern in Warnemünde auf das WM-Duell am 21. März in Rostock ein.

Vor maritimer Kulisse mit Leuchtturm und Teepott begegneten sich die Halbschwergewichtler mit viel Respekt. „Es ist eine große Ehre für mich, gegen Jürgen boxen zu dürfen. Er besitzt viel Erfahrung im Profi- und Amateurbereich und galt ja mal als Jahrhundert-Talent“, sagte der Münchener Krasniqi, der die Weltrangliste des Boxverbandes WBA anführt und seine zweite WM-Chance nutzen will.

Entsprechend erwartet Titelverteidiger Brähmer in der Stadthalle Rostock einen „heißen Tanz“. „Das Duell wurde dreimal angesetzt. Schön, dass es jetzt geklappt hat. Ich bereite mich auf zwölf Runden vor. Wenn ich aber die Chance bekomme, den Kampf früher zu beenden, dann werde ich es tun“, betonte der Schweriner.

Damit spielt der 36-Jährige auf seinen jüngsten Auftritt im Dezember 2014 an, als er den Polen Glazewski bereits nach 43 Sekunden der 1. Runde auf die Bretter schickte. „Mit seinem Weltrekord-K.o. hat Jürgen einmal mehr die Boxsport-Fans begeistert“, sagte Promoter Kalle Sauerland, der sich auf den ersten deutsch-deutschen WM-Kampf im Halbschwergewicht seit 15 Jahren freut. Damals lieferten sich Dariusz Michalczewski und Graciano Rocchigiani schlagkräftige Duelle im und verbale Attacken außerhalb des Rings.

Da mutete das gestrige Treffen von Brähmer und seines neun Jahre jüngeren Kontrahenten kosovarischer Abstammung wie ein Kaffeekränzchen an. „Sie werden jetzt hier nicht erleben, dass wir uns bekämpfen. Dafür kennen sich beide Seiten zu lange“, stellte Ulf Steinforth vom Magdeburger Boxstall des Herausforderers klar. Vielmehr verwies er auf den respektvollen Umgang beider Sportler und das „Duell der Generationen“ in der Sportstadt Rostock.

„Wir freuen uns, wieder in unserer Heimat in MV boxen zu dürfen und wollen den Zuschauern etwas zeigen“, fügte Brähmers Trainer Karsten Röwer an. Er sieht seinen Schützling „topvorbereitet“ und wird ihm Ende Februar in Schwerin den letzten Schliff verpassen. „Ich fühle mich gut und freue mich riesig auf den Kampf. Ich werde mich nicht zurücknehmen“, versprach der Weltmeister.

 

 

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