Motorbootrennen : Bernd Mehnert: Jetzt scheint alles zu laufen

Letzte Vorbereitungen: Auf dem Motorboot von Bernd Mehnert fährt ein Greif, das Wappentier der Hansestadt, bei den Rennen mit, und dann hat er auch noch die Startnummer 7, die Rostocker Zahl!
Letzte Vorbereitungen: Auf dem Motorboot von Bernd Mehnert fährt ein Greif, das Wappentier der Hansestadt, bei den Rennen mit, und dann hat er auch noch die Startnummer 7, die Rostocker Zahl!

Der einzige Motorbootrennfahrer des deutschen Ostens oberhalb von Berlin kann nach fünf Jahren endlich wieder Gas geben

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17. Mai 2018, 10:16 Uhr

Bernd Mehnert vom WSV Hanseat Rostock, einziger erwachsener Motorbootrennfahrer des deutschen Ostens oberhalb von Berlin, hofft, dass er an diesem Wochenende in seiner Heimatstadt Dessau auf der Elbe endlich sein Comeback feiern kann. Vor fünf Jahren hat er in der Formel R-1000 sein bislang letztes Rennen bestritten; damals schlug sein Boot nach der Kollision mit einem Unterwasser-Hindernis leck und ging im Halbendorfer See bei Weißwasser unter. Es folgte eine scheinbar nie enden wollende Verkettung von technischen und gesundheitlichen Problemen. So erlitt der 58-Jährige zwei Herzinfarkte. Die Saisons 2014, 2015 und 2016 fielen für ihn komplett aus. 2017 konnte er erst zum Abschluss der Meisterschaft in Grünau eingreifen, kam aber nicht über die Warmfahrrunde hinaus – nach 500 Metern erstarb der Motor…

Wenigstens konnte Mehnert im Oktober im „Bockwurst-Rennen“ zum Saisonausklang in Dessau im Boot des Niedersachsen Ulf Stute (Europameister 2016 und Deutscher Meister 2017) ein paar Runden drehen. Nachdem der Unglücksrabe Stunden später beim Tanzen zu Fall gebracht wurde und sich das Steißbein brach, ist er gesundheitlich wieder fit. Die technischen Macken indes verfolgen ihn weiter: „Nachdem selbst im Trockenen der Motor nach ein paar Sekunden immer wieder von allein ausging und mein Schrauber Mario Bartusek und ich den Fehler nicht fanden, ließen wir den Saisonauftakt in Brodenbach aus. Jetzt scheint aber alles zu laufen."

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