FC Hansa : Bergmann stellt die Qualitätsfrage

Reicht es einfach nicht? Trainer Andreas Bergmann und Assistent Andreas Reinke (links) grübeln über die Qualität ihrer Spieler.
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Trainer Andreas Bergmann und Assistent Andreas Reinke wurden in der Nacht beurlaubt.

Trainer fordert verlässliche Leistungen und strebt in der neuen Saison personelle Änderungen an

svz.de von
28. März 2014, 10:00 Uhr

Hansa-Trainer Andreas Bergmann stellt im Saisonendspurt erstmals die Qualitätsfrage. Nach der miserablen Bilanz, die die Rostocker 2014 aufstellten (acht Punkte aus zehn Spielen, zuletzt drei Niederlagen in Folge ohne eigenen Treffer), reifte beim Fußball-Lehrer die Erkenntnis, dass das Potenzial einzelner Akteure offenbar nicht ausreicht, um in der 3. Liga ganz oben mitzumischen.

„Wenn sich ein Spieler über Wochen anstrengt, macht und tut, aber nur eine gewisse Grundleistung abrufen kann, dann muss man sich irgendwann fragen, warum das so ist. So wird man halt im Leistungssport beurteilt“, sagte der 54-Jährige vor dem morgigen Heimspiel (14 Uhr DKB-Arena) gegen die Stuttgarter Kickers.

Einzelne Spieler, auf denen die Kritik zutreffen könnte, nannte Bergmann naturgemäß zwar nicht, räumte aber ein, dass er im Hinblick auf die kommende Saison personelle Änderungen vornehmen muss. „Da bin ich mit Sicherheit in den letzten Wochen weitergekommen. Mir ist klar, dass wir an einigen Stellschrauben wirklich was machen müssen.“

Und dies kann auf junge Spieler, denen mitunter die „nötige Robustheit fehlt“, ebenso zutreffen wie auf die Leistungsträger und Routiniers, die „derzeit ein mentales Tief durchleben“. Am Ende müssten eben „alle verlässlich ihre Leistung abrufen, um sich auch für künftige Aufgaben beim FC Hansa zu empfehlen“.

Was die fehlende Kampf- und Einsatzbereitschaft einiger seiner Schützlinge betrifft, die zuletzt von Kapitän Sebastian Pelzer angemahnt wurde („Einige sind hier nur Hürdenspringer“), so stellte sich Bergmann einmal mehr demonstrativ vor seine Truppe: „Ich bin fest davon überzeugt, dass hier keiner ist, der nicht die Einstellung mitbringt. Das sind alles gute Jungs, die mitarbeiten. Vielleicht ist der eine oder andere verunsichert. Aber irgendwann kommt die Frage der Qualität.“

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