3. Fußball-Liga : Bergmann sieht trotz Doppel-Sperre viele Varianten

Nach langwieriger Verletzung wird Ken Leemans (links) immer stärker und für Trainer Andreas Bergmann eine echte Alternative im defensiven Mittelfeld.
Nach langwieriger Verletzung wird Ken Leemans (links) immer stärker und für Trainer Andreas Bergmann eine echte Alternative im defensiven Mittelfeld.

Hansa-Coach nimmt die Ausfälle von Pekovic und Schünemann relativ gelassen hin und bastelt an deren Ersatz

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04. Februar 2014, 19:09 Uhr

„Sechser“-Roulette beim Drittligisten FC Hansa Rostock: Aufgrund der Rot-Sperren von Milorad Pekovic und Sascha Schünemann muss FCH-Trainer Andreas Bergmann das defensive Mittelfeld für die Auswärtspartie bei der SpVgg Unterhaching umstellen. Wen der 54-Jährige am Sonnabend ab 14 Uhr im Sportpark der Gemeinde im Landkreis München von Beginn an loslässt, wollte der Fußball-Lehrer freilich noch nicht verraten: „In meinen Überlegungen gibt es einige Varianten zur Auswahl“, sagt Bergmann.

Naheliegend wäre eine Aufstellung von Tommy Grupe und Sebastian Pelzer, die ihren Job beim 1:1 gegen den VfL Osnabrück glänzend erfüllten und die Räume in doppelter Unterzahl verdichteten. Allerdings haben beide Kicker ihre Stärken eher in der Zerstörung des gegnerischen Spiels und weniger in der aktiven Gestaltung des eigenen Ballvortrages.

Daher ist ebenfalls denkbar, dass es eine taktische Umstellung geben könnte. „Ich kann auch mit zwei anderen Stürmern agieren und dafür dann Johan Plat als ,Zehner’ im offensiven Mittelfeld aufbieten oder wir stellen auf ein 4-2-3-1-System um, und ich lasse vor zwei defensiven ,Sechsern’ drei Torpedos los. Viele Dinge sind denkbar, aber darüber mache ich mir noch nicht so den Kopf. Ich habe gelernt, dass man erst einige Einheiten abwarten sollte. Wer weiß, was so alles noch passiert“, erklärte Andreas Bergmann.

Ebenfalls eine ernsthafte Alternative, wie der Chefcoach betont, ist Ken Leemans. Nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch hat sich der Belgier wieder herangekämpft und absolvierte zuletzt zwei Testspiele für die „Zweite“ des FC Hansa über 90 Minuten. „Ich muss aber erst einmal mit Ken sprechen. Er wird im Training immer giftiger.“

Auch Max Christiansen steht in der engeren Auswahl. Ein Vorteil des 17-Jährigen sind die aktuellen Winterferien. Dadurch kann der Schüler in dieser Woche an jeder Trainingseinheit teilnehmen. „Max spielt in meinen Überlegungen immer eine Rolle“, so Bergmann.

Einspruch gegen Sperre



Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat gegen Sascha Schünemann aufgrund der roten Karte aus der Partie gegen Osnabrück wegen rohen Spiels gegen den Gegner eine Sperre von drei Partien beantragt. Hansa hat dem Urteil nicht zugestimmt und dies dem DFB am Dienstag schriftlich (inklusive Begründung) mitgeteilt. Die Rostocker hoffen, dass das Strafmaß reduziert wird.

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