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Handball, 2. Bundesliga : Becvar heiß auf WM-Debüt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Empors Tscheche tritt bei Weltmeisterschaften in Katar in die Fußstapfen seines Vaters

Seine erste Handball-Weltmeisterschaft hat sich Roman Becvar sicher einfacher vorgestellt. Wenn der Regisseur des HC Empor Rostock am Freitag (19 Ihr) in Katar mit Tschechien auf Frankreich trifft, ist das die erste Partie „in einer wahren Hammergruppe. Schlimmer hätte es nicht kommen können.“

Fortuna war dem Team um das neue Trainergespann Jan Filip/Daniel Kubes nicht hold. Frankreich geht als amtierender Europameister an den Start, Algerien als Afrika-Champion, und auch die Schweden als Silbermedaillen-Gewinner der letzten Olympischen Spiele sind sicher keine Laufkundschaft. Selbst die Ägypter sind nicht leicht zu bespielen. „Sie und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) hatten wir für das Öffnen der Tür zum Achtelfinale zuerst auf dem Zettel. Es kam aber noch viel schlimmer“, sagt Becvar, der in 54 Länderspielen 135 Mal ins Schwarze traf.

Der Grund: Die VAE und Bahrain gaben ihr Startrecht zurück, dafür rückte der EM-Fünfte Island in die Gruppe C und bescherte Tschechien einen weiteren schweren Kontrahenten. „Da müssen wir nun durch. Jammern hilft nicht. Tugenden wie Einsatz und handballerisches Vermögen sind gefragt. Wir wollen den Bock umstoßen und ins Achtelfinale einziehen“, gibt sich der 1,91 Meter große Rechtshänder kämpferisch.

Becvar muss sich für den Kampf um die Ränge eins bis vier, die für das Weiterkommen berechtigen, auf eine neue Angriffsposition einstellen: Rückraum rechts. „Einige unserer Linkshänder sind verletzt. Zum Glück ist Petr Linhart aus meinem ehemaligen Pilsener Verein wieder dabei. Ich denke aber, dass ich dort oft aushelfen muss. Das kenne ich aber aus dem letzten Spieljahr von Empor.“

Der 25-Jährige möchte eine gute WM spielen: „Natürlich haben mein Handbruch und die folgende Fingerverletzung Wirkungen hinterlassen. Für mich ist es eine Ehre, das Trikot des tschechischen Nationalteams zu tragen. Dafür werde ich alles geben. Vorbild ist ihm sein gleichnamiger Vater: „Mein Papa führt mit 203 Länderspielen immer noch die Einsatzliste unseres Landes an, nahm an vier WM und zwei Olympischen Spielen teil. Das ist für mich Verpflichtung.“

Zeit, in Doha an seinen aktuellen Arbeitgeber HC Empor zu denken, wird Becvar kaum bleiben. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Becvar weiß, dass die Verantwortlichen gern den per 30. Juni auslaufenden Kontrakt mit ihm verlängern möchten. „Ich fühle mich in der Mannschaft und an der Ostsee wohl. Klar, dass ich mich bekennen muss. Nach der WM werde ich das auch machen“, sagt er. Die Richtung ließ er aber offen...

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