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Langstreckentest der Ruderer : Bärenstarker Stephan Krüger

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Sein Einer rutschte optimal in Leipzig / Ole Daberkow Siebenter, Paul Heinrich auf Platz zehn

Die meisten aus der MV-Flotte erreichten beim Langstreckentest in Leipzig das Minimalziel Top Ten und planen jetzt für die Kleinboot-Meisterschaften vom 25. bis 27. April in Köln. Dort selektiert der Deutsche Ruderverband (DRV) seine diesjährigen Weltcup-Boote.

Aus dem Bundesstützpunkt Kessin besitzt Stephan Krüger vom ORC Rostock nach einem bärenstarken Auftritt über die 6000 Meter die besten Karten. Der 25-Jährige hatte nur sechs Sekunden Rückstand auf den WM-Dritten Marcel Hacker (Magdeburg): „Vier davon kassierte ich auf dem letzten Tausender. Da wurde die Luft etwas dünner. Ansonsten rutschte der Einer optimal.“

Das war so nicht zu erwarten, denn Krüger bastelt auch verstärkt an seiner beruflichen Zukunft. Bisher hat er den dualen Weg mit Ausbildung und Sport fest im Griff und einen WM-Start nicht aus dem Blick verloren, gleichwohl er feststellt: „Das ständige Pendeln zwischen Hamburg und Rostock ist schon anstrengend. Da bleibt wenig Freiraum für Regeneration und Freizeit, denn bis zum Kleinboot-Test in Köln läuft es weiter parallel.“

In welcher Bootsklasse er die Weltelite herausfordert, ist aktuell noch offen. Es könnte wieder der Doppelzweier sein, denn auch sein Langzeitpartner Eric Knittel (Berlin) präsentierte sich auf dem Elster-Saale-Kanal in guter Frühform und wurde Gesamtdritter.

Aus Rostock wurde Ole Daberkow (ORC) in Leipzig Siebenter und Paul Heinrich, Vize-Weltmeister im Doppelvierer vom Rostocker RC, Zehnter. „Beide zeigten nach einigen Ausfällen in der letzten Trainingsphase gute Ansätze, aber nach ganz vorn fehlte die Substanz. Mit Blick auf die Nominierungen überwiegt die Karte Hoffnung“, so Coach Meinhard Rahn.

Bei den Frauen verfehlte Julia Leiding (RRC) die interne Vorgabe mit Platz zwölf nur knapp. Frauke Hacker ruderte sich in ihrem ersten Seniorinnen-Jahr auf den 16. Gesamt- und sechsten U23-Rang. Marie-Louise Dräger (beide ORC) fehlte es nach nur zweieinhalbmonatiger Belastungsphase noch am Stehvermögen, aber „viele Dinge habe ich schon wieder gut im Griff“, sieht sie ihr Comeback positiv.

Im Ranking der Zweier positionierte sich Julia Lepke (RRC) erfreulich stark. Mit Ronja Schütte (Essen) lag sie lange auf Siegkurs. Erst im Finish kam letztlich Platz zwei heraus. Damit besitzt die Rostocker Sport-Polizistin gute Chancen auf einen Rollsitz im Frauen-Achter.

Bei den Männern kamen der Schweriner Finn Knüppel und Malte Daberkow (ORC) als Neunte ins Ziel. „Rudertechnisch war es auf hohem Niveau, aber am Ende fehlten uns die nötigen Reserven“, äußerte sich Malte dennoch nicht unzufrieden.

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