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Handball : Bad Doberaner SV will an seine sensationelle Hinrunde anknüpfen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Münsterstädter mischen an Tabellenspitze der Ostsee-Spree-Oberliga mit / Manager Dieter Schmidt: „Das habe ich in keiner Weise erwartet“

Der Weihnachtsmann erschien bei den Handballern des Ostsee-Spree-Oberligisten Bad Doberaner SV nicht mit der Rute. Dazu gab es auch keinen Grund. Die Münsterstädter zeigten eine sensationelle Hinrunde, belegen vor Wiederaufnahme des Spielbetriebes am 11. Januar mit dem MV-Derby beim HSV Peenetal Loitz nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber dem punktgleichen Stralsunder HV Platz drei, liegen nur einen Zähler hinter Tabellenführer LHC Cottbus.

„Das habe ich in keiner Weise erwartet. Durch unsere Abgänge und Verletztenmisere hatte ich vor der Saison schon überlegt, ob ich die Mannschaft überhaupt melde. Mit den Zugängen unseres Kooperationspartners HC Empor konnten wir aber noch besser aufgestellt in die Pflichtspiele gehen. Heute sind wir stärker als je zuvor“, freut sich Manager Dieter Schmidt, macht jedoch auch keinen Hehl daraus, dass der Verein aus wirtschaftlichen Gründen nicht gerade an einen Aufstieg in die 3. Liga denke.

Da liegt er auf einer Wellenlänge mit Trainer Lars Rabenhorst, der klarstellt: „Mit reinen Amateuren kann eine Klasse höher nicht bestanden werden. Da wird man, wie am Beispiel Altlandsberg mit 2:30 Punkten erkennbar, schnell zum Kanonenfutter. Unser Ziel bleibt es, in jeder Partie ein Maximum abzurufen, Spaß zu haben und vor allem unseren Fans attraktiven Handball zu zeigen. Diesbezüglich bin ich bisher – auch mit Blick auf unsere sechs Ab- und fünf Zugänge – sehr zufrieden.“

Das darf der 39-Jährige auch sein. Mit dem personellen Umbruch erlangte sein Team eine neue Qualität. Niederlagen gab es lediglich beim Polizei SV Berlin (29:32) und Stralsunder HV (26:32). Zu Hause schickte der Bad Doberaner SV alle Kontrahenten mit einer Packung auf die Rückreise. „Daran wollen wir in der 2. Halbserie anknüpfen. Die weiße Weste soll bis zum letzten Spiel am 3. Mai gegen TMBW Berlin keinen Fleck bekommen“, so Lars Rabenhorst.

Die Grundlage für das bisherige Abschneiden legte die Defensive. Oliver Schröder und Robert French erwiesen sich als bestes Torwart-Duo der Ostsee-Spree-Oberliga. Maic Sadewasser organisierte die Abwehr, „die durch Abgang unseres bisherigen Mittelblockes viel offensiver ausgerichtet war, so oft den Spielfluss der Gegner stoppte, so dass sich Möglichkeiten über die erste und zweite Welle ergaben. Nur an der Chancenverwertung muss noch gearbeitet werden“, meint Rabenhorst.

Der Coach gab allen Spielern ausreichend Anteile, sich zu beweisen. Überhaupt war die Ausgeglichenheit das große Plus des DSV. Da fiel es nicht ins Gewicht, wenn ein Akteur mal einen schlechten Tag erwischte. Mannschaftliche Geschlossenheit war Trumpf.

Kopf des Teams war wieder einmal Regisseur André „Helmut“ Wilk. Der 32-jährige Volljurist zog die Fäden, setzte die Mitspieler ein und erwies sich mit 30 Treffern selbst als torgefährlich.

Die Euphorie unter den Fans in der Münsterstadt ist groß. Ihnen gefällt, wie die Truppe um Kapitän Falk Heinrich ehrliche Arbeit abliefert. „Das soll und wird 2014 nicht anders sein“, verspricht der Trainer. Wohl wissend, dass seine Männer besonders auswärts – in Cottbus, Neubrandenburg, beim HSV Insel Usedom und auch in Lübbenau – schwere Brocken aus dem Weg räumen muss.



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erstellt am 02.Jan.2014 | 18:05 Uhr

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