Interview : Aufgabe ist für Tom Gröschel ein Fremdwort

„Jaaa! Da ist das Ding!“ Direkt nach dem Zieleinlauf hat Tom Gröschel schon seine Medaille um den Hals. 

„Jaaa! Da ist das Ding!“ Direkt nach dem Zieleinlauf hat Tom Gröschel schon seine Medaille um den Hals. 

Rostocker Tom Gröschel startet bei der Marathon-EM in Berlin. Im Interview spricht er über seine Motivation

svz.de von
16. Mai 2018, 05:00 Uhr

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) wird am Dienstag offiziell sein EM-Marathon-Aufgebot berufen. Fest steht nach den Nominierungskriterien der Start des Deutschen Meisters Tom Gröschel vom TC FIKO Rostock. In Düsseldorf hatte der aus Badendiek bei Güstrow stammende Polizeimeister mit 2:15:20 Stunden die Norm für den Europacup-Teamwettbewerb bei  der Europameisterschaft in Berlin geschafft. Mit Gröschel sprach Bernd-Dieter Herold.

Haben Sie inzwischen verinnerlicht, was in Düsseldorf mit Gold passiert ist?
Tom Gröschel: Das hat schon ein paar Tage gedauert. Ganz glauben kann ich es noch nicht. Erster gefinishter Marathon, und dann gleich mit Qualifikation für den Team-Wettbewerb. Ich freue mich von Tag zu Tag mehr.

Wie wird die Vorbereitung auf die EM aussehen?
Ich fahre mit meinem Wattenscheider Trainingsgefährten Hendrik Pfeiffer ab Mitte Juni in die Höhe nach St. Moritz. Den letzten Feinschliff werden wir  auf den Radwegen durch das Ruhrgebiet vollziehen. Ich  möchte in Berlin meine Düsseldorfer Leistung bestätigen, sie möglichst noch toppen.

Aus welchen Gründen wechselten Sie in Richtung Ruhrpott?
Erst einmal: Ich bin und bleibe Mitglied im TC FIKO Rostock. In der Hansestadt musste ich leider allein trainieren. Seit 2013 war ich jährlich mit dem TV Wattenscheid 01 im Trainingslager zur Saisonvorbereitung. Das dort praktizierte Trainingssystem unter Tono Kirschbaum bekam mir sehr gut. So habe ich  2016 den Lebens- und Trainingsmittelpunkt zum TVW verlegt.

Was hat Ihnen „Kläuser“ mit auf den Weg gegeben?
Von Klaus-Peter Weippert habe ich gelernt, dass man auch ohne immer nur zu Laufen, schnell sein kann.  Und Durchhaltevermögen nicht nur im Wettkampf, sondern auch jeden Tag im Training zu haben.

Sie waren oft verletzt, wie haben Sie sich weiterhin motiviert?
Ich habe eine sehr super liebe Familie und viele Freunde, die mich aufgefangen haben.  Aufgabe ist und bleibt für mich ein Fremdwort.

In Düsseldorf liefen Sie ohne spezielles Marathon-Training. Bleiben Sie dabei?
Ich werde es erst einmal so beibehalten, aber versuchen, mehr Marathon-Spezifika einzubauen. Wenn es einmal so klappt, muss es nicht immer so gelingen. Und schneller möchte ich eben auch noch werden.

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