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2. Handball-Bundesliga : Auf Empors neuen Chefcoach wartet eine Menge harte Arbeit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker Zweitligist mit großem Nachholbedarf in Angriff und Abwehr

svz.de von
erstellt am 07.Okt.2014 | 06:25 Uhr

Die Zeit für die Präsentation eines neuen Coaches für den Handball-Zweitligisten HC Empor Rostock drängt.

Der Versuch, sich unter der Leitung von Interimstrainer Jens Dethloff selbst aus dem Schlamassel des bisher unbefriedigenden Saisonverlaufs herauszuziehen, scheint gescheitert. Zwar begann das Unterfangen gegen Neuhausen und in Hamm mit wahren Husarenritten nach klaren Rückständen positiv – wohl auch in Folge von taktischem Unvermögen der Kontrahenten –, doch das 26:33 zuletzt gegen Aufsteiger Henstedt-Ulzburg zeigt: Die HCE-Akteure sind nicht in der Lage, selber das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Wie schon in den Partien zuvor „verdaddelten“ sie die Anfangsphase, setzten sich damit selbst unter Druck und konnten sich diesmal in keiner Weise davon befreien. Mit einer Angriffseffektivität von weniger als 40 Prozent kann man keine Punkte einfahren.


Abwehr löchrig wie ein Schweizer Käse


Die Palette der Mängel war groß. In der Defensivabteilung stimmte nur wenig. Der anfangs praktizierte 6:0-Riegel war löchrig wie ein Schweizer Käse. Das Abwehr-Abc dafür haben die Einheimischen einfach nicht drauf. Der auch nach über drei Wochen nach der Beurlaubung von Rastislav Trtik noch immer nicht präsentierte Nachfolger steht hier vor grundsätzlichen Aufgaben, muss quasi beim Punkt Null starten.

Auch im Angriff wehte gegen Henstedt abgesehen von Roman Becvar nur ein laues Lüftchen. Der Tscheche konnte sich über seine Leistung kaum freuen: „Wir gewinnen und verlieren gemeinsam.“ Deutlich überfordert war Nemanja Mladenovic mit der Rolle des Ersatzmanns für den wegen einer Sprunggelenksverletzung pausierenden Tom Wetzel. Er schoss zwölf Fahrkarten. Auch Florian Zemlin zeigte – nicht zum ersten Mal – mehr Alibi-Handball, spielte häufig nur quer und ohne Einbeziehung der Außen.

19 Fehlwürfe bereits vor der Pause sowie viele technische und Regelfehler verdeutlichen, dass auf den Neuen am Empor-Ruder einiges an Arbeit wartet. Das weitere Programm des HCE in diesem Monat hat es nämlich in sich. Am Sonnabend geht es zum TV Hüttenberg (16., aber zuletzt zwei Siege in Folge), zwei schwere Heimspiele gegen TV Bittenfeld (4.) und DHfK Leipzig (2.) schließen sich an.

Die Ostseestädter, derzeit 13. mit 6:8 Punkten, dürfen sich kaum Ausrutscher leisten, wollen sie nicht gänzlich in den Abstiegskampf rutschen.

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