American Football : Angriff ohne Stars

Gespannt beobachten Offensive-Line-Coach Lorenz Woltemath und Defensive-Trainer Heiko Pawils (hinten von rechts) ihre Jungs, die beim Training in Warnemünde einen Block einstudieren.
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Gespannt beobachten Offensive-Line-Coach Lorenz Woltemath und Defensive-Trainer Heiko Pawils (hinten von rechts) ihre Jungs, die beim Training in Warnemünde einen Block einstudieren.

Rostock Griffins wollen mit erfahrenem Team und besseren Strukturen in der Regionalliga Ost vorne mitmischen

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18. April 2015, 09:30 Uhr

Wenn sich die American Footballer der Rostock Griffins vor Trainingsstart im Jahn-Sportpark Warnemünde zur Teamsitzung einfinden, müssen sie eng zusammenrücken. Ihr „Klassenzimmer“ ist ein ausrangierter See-Container. Dicht an dicht hocken 14 Spieler auf Bierbänken und blicken auf die Taktik-Tafel. „Gut, dass jetzt nur unsere Defensiv-Reihe hier sitzt“, sagt der neue Cheftrainer, Dr. Christopher Kuhfeldt.

Der 36-Jährige, der das Team bereits 2012 betreute und zur Drittliga-Meisterschaft führte, hat einmal mehr die spannende Aufgabe, aus einem Pool von rund 50 Amateurspielern eine schlagkräftige Truppe zu formen, die ab 3. Mai in der Regionalliga Ost vorne mitmischen will. „Wir sind ein Veteranen-Team mit etlichen Jungs, die schon lange dabei sind. Das könnte ein Vorteil sein“, sagt Kuhfeldt.

Nach monatelanger Vorbereitung in der Laufhalle, im Kraftraum und auf dem Sportplatz sowie einem Trainingscamp in Bad Sülze sind die Greifen heiß, endlich losgelassen zu werden. „Viele haben athletisch einen Schritt nach vorne gemacht“, lobt der Cheftrainer und betont: „Auch unsere drei Neuzugänge aus den USA und Großbritannien sind harte Arbeiter. Bei uns gibt es keine Superstars.“

Das ist beim Training zu sehen. Anders als zum Beispiel beim Fußball wird in kleinen Gruppen und meist getrennt zwischen Offensiv- und Defensiv-Reihe trainiert. Trotzdem bleibt keiner auf der Strecke. Fünf Coaches und drei Spieler kümmern sich um die Akteure auf den einzelnen Positionen. „Wir wollen unsere Strukturen verbessern, arbeiten jetzt mit Video-Analyse“, erklärt Kuhfeldt, der sich aber mit sportlichen Zielen zurückhält: „Die Regionalliga ist stark besetzt. Wir wollen nicht schlechter als 2014 abschneiden und mittelfristig in die 2. Liga zurückkehren.“ Dann hat auch der alte See-Container ausgedient, ist die neue Sporthalle im Jahn-Sportpark endlich fertig und steht für die Teamsitzungen zur Verfügung.

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