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Triathlon : Andreas Raelert: Der Spaß ist zurück – ich bin bereit für Hawaii!

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker am Sonnabend zum sechsten Mal bei der WM am Start: „Ich habe richtig Lust, und die reicht auch noch für die nächsten drei, vier Jahre“

Zum sechsten Mal startet Andreas Raelert am Sonnabend bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii. Als sogenannter Rookie (Neuling) belegte er 2009 auf Anhieb Platz drei, wurde in den folgenden Jahren Zweiter, Dritter und abermals Zweiter. 2013 aber hatte der Profi-
Triathlet wegen eines wieder aufgetretenen Muskelbündelrisses erstmals ein Rennen über die 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen aufgeben müssen. Auch die folgenden Ironman-Wettkämpfe in Australien und zuletzt im Juli in Frankfurt/Main konnte er nicht finishen.

„Natürlich waren das schwarze Momente in meiner Laufbahn, zumal es von 2009 bis 2012 auf Hawaii immer fürs Treppchen reichte. Nach dem nicht optimalen zurückliegenden Jahr, nach den vielen Missgeschicken und gezahltem Lehrgeld freue ich mich aber erst einmal, doch noch die Qualifikation für die WM geschafft zu haben. Natürlich weiß ich bei dem Klassefeld nicht genau, wo ich stehe. Ich bin aber zuversichtlich, dass es für mich ein DNF – did not finished – nicht noch einmal geben wird“, äußert sich der Rostocker von der TG triZack zuversichtlich und betont: „Nach meinem dritten Rang von Mont-Tremblant in Kanada ist der Spaß zurück!“

Die Favoritenbürde im 55-köpfigen Profi-Feld tragen andere, „Andy“ ist Außenseiter. Der Heuchelberger Sebastian Kienle zum Beispiel nimmt kein Blatt vor den Mund, sagt: „Mein Ziel ist der Weltmeistertitel.“ Der Dritte des Vorjahres führt gemeinsam mit dem auf Hawaii debütierenden Olympiasieger von 2008 Jan Frodeno aus Saarbrücken unter Experten und Fans die Rangliste an.

Neben diesem deutschen Duo werden der Zweite 2013 Luke McKenzie (Australien), der Spanier Ivan Rana und Titelverteidiger Frederik Van Lierde aus Belgien besonders hoch gehandelt.

Hawaii hat allerdings eigene Gesetze. Favoritenstürze gab es dort in der Vergangenheit en masse. Ein entscheidender Faktor ist das Risikomanagement: Wer in dieser Hinsicht die wenigsten Fehler macht, gewinnt.

„Ich stehe nicht unter Druck. Viel wird über die insgesamt 226 Kilometer über den Kopf entschieden. Meine Ergebnisse im letzten Trainingsblock waren gut. Von daher freue ich mich auf das Rennen, habe richtig Lust“, versichert der 38-jährige Andreas Raelert und schiebt noch nach: „Auch für die nächsten drei, vier Jahre wird sie noch reichen!“

Nach der erlösenden Information über das Last-Minute-Ticket für die Ironman-WM weilte der Rostocker zwei Wochen auf Fuerteventura, anschließend im Camp in Clermont (Florida). Sein Coach Wolfram Bott musste sich beim Aufbau seines Athleten etwas einfallen lassen, denn bei dem hatten 548 Wettkampf-Kilometer in 42 Tagen physisch und psychisch Spuren hinterlassen. „Ich denke, dass uns das Unterfangen mit Unterstützung des Teams gut gelungen ist. So hat mein Bruder Michael in meinem Interesse am vorigen Wochenende extra auf den Start beim 70.3 Henderson verzichtet. Der Wettkampf kann kommen. Ich bin bereit“, so Andreas Raelert.


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