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Fußball : Altmeister ist nicht klein zu kriegen

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Trainer Jürgen Bogs gastiert am Mittwoch mit dem 1. FC Neubrandenburg an altbekannter Stätte. Um 19.30 Uhr wird das Landespokal-Halbfinale beim FC Hansa angepfiffen.

Jürgen Bogs ist nicht klein zu kriegen: Der einstige DDR-Meistertrainer, der den BFC Dynamo zu zehn Titeln führte, steht noch immer an der Seitenlinie und gibt beim Oberligisten 1. FC Neubrandenburg sein Fußball-Wissen weiter.

„Ick bin och noch an der Sportschule in Neubrandenburg tätig und trainiere dort die Abiturienten“, sagt der Berliner. Dass der 67-Jährige heute, im Herbst seiner Laufbahn, in einem Landespokal-Halbfinale noch mal auf den FC Hansa trifft, hätte er wohl nicht für möglich gehalten.

Letztmals weilte Bogs vor zwei Jahren während eines Treffens der ehemaligen Oberliga-Trainer in der DKB-Arena. „Da hat uns Hansas Urgestein Helmut Hergesell herumgeführt. Dit war schon beeindruckend“, sagt Bogs. Auch sportlich hat er nur gute Erinnerungen an Rostock. Kein Wunder, blieb er doch während seiner zehnjährigen Amtszeit mit dem BFC, der wegen der Nähe zur Stasi und der Zwangsdelegierung der besten Spieler verhasst war, im Ostseestadion ungeschlagen. „Nur nach der Wende verloren wir in Rostock. Da hatten sich aber schon etliche unserer Spieler Westvereinen angeschlossen.“

Bogs kehrte später, aller Kritik zum Trotz, zu Dynamo zurück, gewann mit dem Oberligisten im Jahr 2000 bei Hansas Amateuren mit 2:1. „Da war die Arena noch nicht fertig, haben wir uns in Containern umgezogen“, erinnert sich der Altmeister, der zuletzt 2012 mit dem Achtligisten Zehdenick den Profis des FC Hansa in einem Testspiel mit 1:9 unterlag.

So deutlich soll es für ihn und den 1. FC Neubrandenburg am Mittwoch nicht zugehen. „Wir sind das unterklassige Team, wollen uns in der Höhle des Löwen so gut wie möglich verkaufen“, mimt Bogs den Underdog. Wer den Trainerfuchs kennt, ahnt, dass er noch ein paar Asse im Ärmel hat. Zum Beispiel Tom Buschke, den früheren Hansa-Spieler, der es immerhin auf zwei Zweitliga-Einsätze brachte. „Er musste verletzt pausieren, hat aber wieder mit dem Laufen begonnen“, ließ Bogs seinen Einsatz offen. Der Innenverteidiger könnte die schwächste Abwehr der Oberliga Nord/ Nordost (47 Gegentore) stabilisieren. „Zuletzt spielten wir zweimal in Folge zu null und gewannen. Jeder Spieler muss sein Potenzial abrufen. Dann is och wat gegen Hansa drin.“

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erstellt am 01.Apr.2014 | 19:37 Uhr

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