Leichtathletik : Als Botschafterin zu Olympia

Für Hürdensprinterin Manja Sachs vom 1. LAV Rostock (Mitte) „geht ein Traum in Erfüllung, die Olympischen Spiele in Brasilien als Jugendbotschafter – so die offizielle Bezeichnung – erleben zu dürfen“.
Für Hürdensprinterin Manja Sachs vom 1. LAV Rostock (Mitte) „geht ein Traum in Erfüllung, die Olympischen Spiele in Brasilien als Jugendbotschafter – so die offizielle Bezeichnung – erleben zu dürfen“.

Hürdensprinterin Manja Sachs vom 1. LAV wird die Sommerspiele in Rio de Janeiro im Deutschen Olympischen Jugendlager erleben

svz.de von
03. Juni 2016, 12:00 Uhr

Im normalen leistungssportlichen Alltag steht Manja Sachs vom 1. LAV Rostock vor der Aufgabe, während einer Stadionrunde zehn Hürden mit einer Höhe von je 0,762 Meter laufend zu überqueren. Die 16-jährige Schülerin der 10. Klasse am Christophorus-Gymnasium stellte aber bereits in einem anderen Metier ihre Qualitäten unter Beweis: Schluss-Hochsprung. „Ich bin tatsächlich bereits einmal bis an die Decke gehüpft“, sagt die in Rövershagen wohnende Hürden-Spezialistin.

Vor einiger Zeit bekam der Schützling von Trainer Peter Schörling Post. Absender des Briefes waren die Deutsche Sportjugend (dsj) und die Deutsche Olympische Akademie (DOA). Die Hände zitterten beim Öffnen ein wenig. „Welche Antwort werde ich bekommen, geht der Daumen hoch oder runter“, fragte sich Manja, die sich bei der dsj/DOA für die Aufnahme in das 50-köpfige Team des Deutschen Olympischen Jugendlagers während der Spiele in Rio de Janeiro beworben hatte.

Dann Jubel – Zusage. „Das hätte ich nie gedacht“, gesteht die junge Dame. „Ein Traum geht in Erfüllung, die Olympischen Spiele in Brasilien als Jugendbotschafter – so die offizielle Bezeichnung – erleben zu dürfen“, sagt die Hürdensprinterin, die sich kürzlich mit einer Zeit von 1:05,28 Minuten über die 400 Meter Hürden für die Deutschen U18-Meisterschaften vom 29. bis 31. Juli in Mönchengladbach qualifizierte.

Seit einigen Jahren können engagierte Nachwuchssportler mittels des Deutschen Olympischen Jugendlagers die Spiele der „Großen“ live erleben. „Wir werden ausgewählte Wettkämpfe besuchen, Workshops zu aktuellen Themen des Sports wie olympische Werte und Doping-Prävention besuchen, ein spannendes Rahmenprogramm mit Besuch des Deutschen Hauses und eigene sportliche Aktivitäten zu absolvieren haben“, weiß die Rostocker Leichtathletin aus einem ersten Treffen der 50 Olympia-Jugendbotschafter, zu denen auch die Schweriner Seglerin Sophie Schöne und der Güstrower Hockey-Spieler Lukas Kuntermann (Hockey) gehören.

Ein Hauch von Olympia wehte bereits beim Vorbereitungstreffen in Köln, Partnerstadt von Rio de Janeiro. Das „Come Together“ hat Manja Sachs gefallen: „Wir sind eine echt dufte Truppe, haben uns auf Anhieb verstanden. Die Sportarten, aus denen die Jugendbotschafter kommen, sind bunt gemischt. Da sind auch Schach, Tischtennis und Rugby dabei. In Köln wurden wir eingewiesen, auch mit Lebensumständen der brasilianischen Jugendlichen bekanntgemacht. Wir selbst sind dort in der Deutschen Schule, Escola Alemã Corvovado, untergebracht“, so die 16-Jährige, die in ihrer „knapp bemessenen Freizeit gern als Entspannung zur Gitarre greift“.

„Möge die Zeit bis zum Abflug am 4. August schnell vergehen.“ Die Vorfreude bei Manja ist riesig. Vorher muss sie allerdings in Sport und Schule noch Vollgas geben. Die DM-Dritte 2015 über 300 Meter Hürden möchte sich in Vorbereitung der U18-Meisterschaften im Rhythmus verbessern: „Momentan überlaufe ich die Hürden noch mal mit rechts oder links.“

Übrigens: Das Erleben von Olympia als Jugendbotschafterin geht mit dem zehnjährigen Leichtathletik-Jubiläum von Manja Sachs einher. 2006 fing die Rövershägerin an. „Ich begleitete meinen größeren Bruder zu Wettkämpfen und fand Gefallen an der Sportart.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen