zur Navigation springen

2. Handball-Bundesliga : Abschied mit sieben Treffern

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Empors Lukas Gamrat überzeugt in seinem letzten Auftritt in der Stadthalle trotz des 27:34 gegen Bietigheim

Eine Halbzeit den Favoriten mehr als geärgert, aber in den zweiten 30 Minuten den Schwung nicht mitgenommen: Handball-Zweitligist HC Empor Rostock hat trotz ansprechender Leistung gegen den Dritten BBM Bietigheim mit 27:34 (15:13) verloren. Die Baden-Württemberger öffneten mit dem Auswärtssieg ganz weit die Tür zur 1. Bundesliga, benötigen aus den beiden verbliebenen Partien noch einen Zähler.

Für Keeper Robert Wetzel und Rückraumspieler Lukas Gamrat waren es besondere 60 Minuten. Das Duo wurde nach der Partie aus dem Team der Hansestädter verabschiedet. „Mit einer guten Leistung wollte ich mich noch einmal für die Zeit an der Ostseeküste bedanken. Ich wäre gern hier geblieben und nicht gemeinsam mit Robert in Richtung Hildesheim gewechselt“, sagte Gamrat. Das Management des Traditionsvereins plant die neue Saison allerdings ohne den Slowaken. Mit sieben Toren und einer guten Defensivarbeit unterstrich der 26-Jährige, dass sich sein künftiger Arbeitgeber auf ihn freuen kann.

Die Gastgeber legten begeisternde erste 30 Minuten hin. Die Deckung mit einem blendend aufgelegten Jan Kominek, der bis zur Pause ein Dutzend Bälle parierte, stand wie eine Eins. Vorn machte neben Gamrat vor allem Roman Becvar Musik. Kein Wunder, dass Gäste-Coach Hartmut Mayerhofer zweimal zur „Wunderwaffe“ Auszeit griff. Es half aber trotz großer Einsatzzeit der Youngster in Reihen der Gastgeber nicht – zumindest bis zum Pausenpfiff – 15:13.

Eine Überzahl nutzte Bietigheim nach dem Wechsel von 15:15 (32.) und legte sofort nach – 15:18 (35.) sowie 17:21 (39.). Empor schien weg vom Fenster, bekam aber die zweite Luft. Beim 21:21 (43.) drohte die Begegnung erneut zu kippen. Wieder legte Mayerhofer den „grünen Karton“ auf den Tisch. „Das war aus meiner Sicht der entscheidende Moment. So stoppten wir den Lauf der Rostocker“, freute sich der Gäste-Coach.

Die es nun mit der Brechstange versuchenden Blau-Gelben, aus deren Reihen Sven Thormann vom Leistungssport verabschiedet wurde, liefen sich fest oder warfen Routinier Jan Kulhanek berühmt und wurden ausgekontert. Mit Kampfgeist kamen sie zwar nochmals auf 25:27 (53.) heran, doch eine erneute Unterzahl besiegelte die Pleite.

Rostock: Kominek, R. Wetzel – Gruszka 4/1, Gamrat 7, Becvar 4, Mladenovic 4, Papadopoulos 3, Dethloff 1, Flödl 1, Prüter 1, Meuser, Porath 1, Zboril
Bietigheim: Kulhanek, Welz – Haller 7, P. Rentschler 6, Ti. Salzer 4, Dahlhaus 3, Blodig 1, Heling, Barthe 3, Th. Salzer 1, M. Rentschler 2, Boschen 1, Lohrbach 6/1. Siebenmeter: Rostock 3/1, Bietigheim 3/1. Strafminuten: Rostock 2, Bietigheim 6. Schiedsrichter: Blümmel/Loppaschwewski (Berlin). Zuschauer: 950


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen