Shorttrack : Zukunft von Arian Nachbar nach wie vor ungeklärt

Ungewisse berufliche Zukunft: Arian Nachbar
Ungewisse berufliche Zukunft: Arian Nachbar

Beim Hanse-Cup geht es um den einzigen Mädchen-Startplatz für die Youth Olympic Games, doch die Vorfreude ist getrübt.

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27. November 2019, 12:38 Uhr

Rostock | Drei Jahre in Folge mit dem Junioren-Europacup-Finale im März 2019 als Krönung fanden in der Eishalle Schillingallee große internationale Wettkämpfe im Shorttrack statt. Die Fortsetzung folgt, wenn auch nicht ganz so hoch angebunden, mit dem 25. Hanse-Cup und zugleich 2. Deutschland-Cup der Saison.

Am Start in der 48 Jahre alten Sportstätte sind am Sonnabend und Sonntag jeweils ab etwa 9 Uhr 80 deutsche und schwedische Sportler, davon über 30 allein vom gastgebenden ESV Turbine.

Begeisterung und Spaß werden sich einstellen, sobald der erste Startschuss ertönt – die Vorfreude jedoch hält sich diesmal in Grenzen. Das liegt an der nach wie vor ungeklärten beruflichen Zukunft von Cheftrainer Arian Nachbar. NNN hatten bereits in ihrer Ausgabe vom 29. Mai 2019 Alarm geschlagen, auf die ungeklärte Finanzierung hingewiesen und ausführlich die Hintergründe erläutert.

Inzwischen „ist es wieder ein Jahr dahingetröpfelt, ich musste mich erneut arbeitsuchend melden, hatte auch schon einige Bewerbungsgespräche“, so der dreimalige Olympia-Teilnehmer. „Der herrschende Zustand ist auch für das Trainingsklima nicht gut. Im Moment mache ich es nur noch für die Sportler und die Eltern, die mir immer den Rücken stärken.“

Stand jetzt ist Arian Nachbar ab 1. Januar 2020 nicht mehr im Amt – und die Gefahr groß, dass die olympische Wintersportart Shorttrack in Rostock künftig nicht mehr leistungs-, sondern nur noch hobbymäßig betrieben werden kann.

Nicht einfach, angesichts solch düsterer Aussichten den Fokus auf das Eis zu richten. Dabei ist der 25. Hanse-Cup auch ein Qualifikations-Wettkampf für die Youth Olympic Games im Januar 2020 in Lausanne. Rostock hat mit Betty Moeske und Svea Rothe zwei Kandidatinnen, die sich Hoffnungen auf den einzigen Mädchen-Startplatz machen dürfen.

Es geht um die Olympischen Winterspiele der Jugend – und das bei freiem Eintritt!

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