Warnemünder Woche : Hannah Anderssohn ist endlich zurück

Segel-Hoffnung Hannah Anderssohn kämpft sich nach ihrer schweren Knieverletzung wieder zurück.
Segel-Hoffnung Hannah Anderssohn kämpft sich nach ihrer schweren Knieverletzung wieder zurück.

„Es ist ein krasses Gefühl, wieder an den Start zu gehen“, sagt die Segel-Hoffnung, die verletzt 540 Tage lang ausfiel.

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11. Juli 2019, 12:27 Uhr

Warnemünde | Lange musste sie nach einer schweren Knieverletzung pausieren, jetzt ist die Segel-Hoffnung Hannah Anderssohn zurück: Die Warnemünderin geht seit Donnerstag beim Europa Cup im Laser Radial an den Start.

Das ganze Ostseebad ist gespannt auf den Auftritt seiner „Tochter“: Genau 540 Tage hatte sie aussetzen müssen. „Es ist ein krasses Gefühl, wieder an den Start zu gehen“, so die Jugend-Weltmeisterin 2017 bei ihrer ersten Regatta nach der langen Zwangspause. Die Prognosen, dass sie es wieder schaffen würde zu regattieren, waren eher schlecht. Doch die 19-Jährige hat sich durchgebissen. „Bei einigen Bewegungen bin ich nicht 100-prozentig schmerzfrei. Vor allem bei wenig Wind läuft nicht alles rund. Aber ich bin am Start und blicke jetzt von Wettfahrt zu Wettfahrt“, so Hannah. Weit voraus könne sie nicht planen: „Ich muss sehen, was die Zeit bringt, und freue mich über jede Wettfahrt.“

Franziska Goltz ist nicht nur Trainerin der Laser-Radial-Junioren, sondern auch Hannahs Vertraute. Und sagt: „Wenn irgendetwas kneift und wehtut, steht eine Pause an. Ganz oben steht für sie die Gesundheit. Daher haben wir auch über Pfingsten bei der Young European Sailing (YES) in Kiel Wettfahrten ausfallen lassen.“ Die Kieler Woche nahm das Talent ebenfalls nicht wahr, um jetzt auf dem Heimatrevier dabei sein zu können.

Bei der YES kullerten nach dem ersten Wettkampftag und der Führung die Freudentränen. Hannah Anderssohn muss aber kleine Schläge segeln. Sie blickt von Regatta zu Regatta. Und doch richtet sie den Blick schon auf Olympia: „Im nächsten Jahr die Ausscheidung mitsegeln wäre toll, und dann vielleicht Richtung 2024.“

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